Freitag, 25. Juli 2025

Reiseziele im Hitzevergleich: Wo es sich trotz hoher Temperaturen noch aushalten lässt

Sonne, Strand, Entspannung – so stellen sich viele den perfekten Sommerurlaub vor. Doch was tun, wenn die Temperaturen in beliebten Reisezielen unerträglich werden? STOL zeigt im Ländervergleich, wo es sich trotz Sommerhitze noch gut aushalten lässt und welche Reiseziele mittlerweile an ihre Hitzebelastungsgrenzen stoßen.

An manchen beliebten Reisezielen wird es in den kommenden Tagen besonders heißt. - Foto: © Shutterstock

Während der Sommer in Südtirol eine Pause einlegt und Gewitter für Abkühlung sorgen, klettern die Temperaturen in vielen beliebten Reisezielen auf neue Höchstwerte. Ein Ländervergleich zeigt, wo es sich in den nächsten Tagen trotz Hitze noch gut aushalten lässt und in welchen Urlaubsorten die Belastung besonders groß ist.

Italien: Besonders heiß wird es nur im Süden

Wer in den letzten Julitagen im Norden Italiens unterwegs ist, sollte sich auf wechselhaftes Wetter einstellen. Vor allem in der Lombardei, Toskana und entlang der Alpen sowie des Apennins werden wiederholt Schauer und Gewitter erwartet. Auch rund um Florenz und Rom kann es vereinzelt regnen.

In Süditalien und auf den Inseln bleibt es deutlich heißer. Während die Hitzespitzen über 41 Grad vor allem im Südosten Siziliens und entlang des Ionischen Meeres auftreten, bewegen sich die Höchstwerte in Städte wie Neapel um die 36 Grad.

In Sardinien sinken die Höchsttemperaturen leicht. Es bleibt aber weiterhin angenehm warm. - Foto: © Shutterstock


Auf Sardinien sinken die Höchsttemperaturen im Norden der Insel, erreichen im Landesinneren aber immer noch 32 Grad. An der Westküste soll auch das sardische Meer etwas aufgewühlt sein. Wegen der anhaltenden Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr insbesondere auf Sizilien hoch. Touristen sollten sich daher über lokale Wettermeldungen informieren.

Angenehme Temperaturen in Spanien

Auf der beliebten Ferieninsel Mallorca sorgt derzeit eine Kaltfront für Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke. Touristinnen und Touristen können sich demnach auf ähnliche Temperaturen wie in der Heimat einstellen. Zudem soll Regen zu Beginn der kommenden Woche für kurzzeitige Abkühlung sorgen.

Nach dem heißesten Juni seit 1961 auf der Urlaubsinsel zeigt sich der Juli bislang eher kühl. Die Hitzewarnstufe Orange, die der Wetterdienst bei Temperaturen ab 39 Grad Celsius ausruft, wurde in diesem Sommer bisher nicht erreicht. Vermutlich wird sich das Anfang August aber noch ändern. Dann könnte es wieder große Hitze weit über 30 Grad geben.

Ein Spaziergang auf der Rambla ist in den kommenden Tagen bei niedrigeren Temperaturen empfehlenswert. - Foto: © Shutterstock / shutterstock


Auch auf dem spanischen Festland ist in den kommenden Tagen keine große Hitzewelle zu erwarten. In Madrid liegen die Temperaturen tagsüber bei etwa 30 Grad, während der Regen in Barcelona dafür sorgen könnte, dass es in den kommenden Tagen auf bis zu 25 Grad Celsius abkühlt.

Abkühlung in Frankreich

Eher frisch haben es derzeit alle die, die es zum Urlaub nach Frankreich zieht. In weiten Teilen des Landes liegen die Temperaturen zwischen angenehmen 20 und 25 Grad Celsius.

In Paris eignet sich ein Besuch im Louvre, denn man könnte in den kommenden Tagen einen Regenschirm brauchen. - Foto: © Shutterstock / shutterstock


In Paris, der Bretagne, der Atlantikküste und auch an der Côte d'Azur müssen Reisende zurzeit daher nicht fürchten, unter übermäßiger Hitze zu ächzen. Einzig rund um Montpellier könnte die Temperatur in den kommenden Tagen auf bis zu 31 Grad klettern.

Stattdessen sei für den Frankreichurlaub geraten, den Regenschirm einzustecken. Besonders im Osten, aber auch in anderen Landesteilen ist mit Sommerregen zu rechnen.

Griechenland: Extremhitze in der Hauptstadt

Ein Besuch in der griechischen Hauptstadt Athen ist für viele ein Muss – die Akropolis sollte man gesehen haben. Allerdings nicht bei über 40 Grad, denn dann schließt der Tourismusmagnet über die Mittagsstunden seine Pforten. Zu groß ist die Gefahr von Dehydrierung und Hitzschlag sowohl für Touristen als auch Mitarbeiter.

Auch nachts kühlt es derzeit kaum ab, weil Zement und Beton der Metropole die Hitze speichern. Viele können deshalb gar nicht oder nur schlecht schlafen. Wer kann, schaltet die Klimaanlage ein – und klagt am nächsten Morgen über Heiserkeit oder eine laufende Nase.

In Athen kühlt es kaum ab. - Foto: © shutterstock


Auf den griechischen Inseln ist die Lage angenehmer: In den Tourismushochburgen auf Kreta, Santorini, Mykonos und der Peloponnes ist es zwar heiß, doch die Nähe zum Meer sorgt sowohl tags als auch nachts über für Abkühlung.

Am besten hat es, wer sowohl Berge als auch Meer in der Nähe hat, etwa in der mittelgriechischen Stadt Volos oder im Südwesten der Peloponnes: Von den Bergen fallen nachts kühle Winde ab und verschaffen Erleichterung.

Brandgefahr auf Zypern

Nordwestlich der Hafenstadt Limassol tobt derzeit ein Waldbrand, zwei Menschen sind bereits ums Leben gekommen. Zwar sind die touristischen Destinationen an der Küste nicht betroffen, aber die Brände weisen auf die bereits lang anhaltende Trockenheit und gleichzeitige Hitze hin, die auf der Insel herrschen und die Gefahr großer Brände erhöhen.

Einheimische und Touristen sind – wie auch in Griechenland – angehalten, stets über das Wetter und die Informationen der Behörden informiert zu bleiben. Ansonsten aber gilt: Bei großer Hitze ab ins Meer oder in den Pool.

Türkei: Temperaturen über 40 Grad Celsius

Öffnet man die Seite des türkischen Wetterdienstes, sieht man vor allem rot. Fast für das gesamte Land gibt es Hitzewarnungen – vielerorts mit Temperaturen von über 40 Grad. Die Hitze in der Touristenhochburg Antalya könnte am Freitag auf mehr als 45 Grad klettern – das wäre laut Meteorologen der heißeste Juli-Tag seit 1930. Auch in der 16-Millionen-Metropole Istanbul warnten Meteorologen vor Temperaturen am Wochenende um 40 Grad.

Die bei Touristen beliebten Region Izmir an der Ägäis erlebt den trockensten Sommer der letzten Jahre. Die Straßen dort waren am Mittag teilweise verlassen. Ein Staudamm sei bereits leer, weitere auf kritisch niedrigem Stand, warnte der Direktor der Wasserwerke.

In der bei Urlaubern beliebten Gemeinde Cesme etwa soll das Wasser ab Freitag jede Nacht für sieben Stunden abgestellt werden. Hitze, Trockenheit und Wind sorgen zudem für die Ausbreitung von Bränden, die derzeit in verschiedenen Landesteilen wüten.

dpa/jno

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