Donnerstag, 29. Mai 2025

Reizgas-Einsatz an Meraner Schule: Schülerin legt Geständnis ab

Der Großeinsatz an der Marie-Curie-Schule am 18. März hat nun ein Nachspiel: Eine Schülerin wurde von der Quästur angezeigt, nachdem sie gestanden hatte, Reizgas in einem Klassenzimmer versprüht zu haben – offenbar ohne jedes Motiv, lediglich als vermeintlichen Streich.

Auf einer Wiese vor der Schule wurde nach dem Vorfall am 18. März ein Feldlazarett eingerichtet, um die vielen Betroffenen medizinisch zu versorgen. - Foto: © lu

Der Vorfall hatte weitreichende Folgen: Zahlreiche Schüler klagten über Atembeschwerden und Augenreizungen, 23 von ihnen mussten zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht werden. Auf einer Wiese vor der Schule wurde ein Feldlazarett eingerichtet, um die vielen Betroffenen medizinisch zu versorgen (Hier finden Sie mehr dazu).

Zunächst wurde vermutet, dass es sich um einen Unfall im Chemielabor oder um ein defektes Deodorant gehandelt haben könnte. Doch durch die Ermittlungen der Polizei, unterstützt von Spurensicherung und Zeugenaussagen, konnte der tatsächliche Hergang rekonstruiert werden.

Mutmaßliche Verursacherin legte umfassendes Geständnis ab

Die mutmaßliche Verursacherin legte im Beisein ihrer Eltern ein umfassendes Geständnis ab. Sie räumte ein, einen Spray mit Reizgas versprüht zu haben.

Um den Geruch des Reizgases zu übertünchen, hat sie dann noch einen Deodorant ausgesprüht, wie der Brandinspektor der Bozner Berufsfeuerwehr, Christian Auer zu STOL sagt.

Gegen die Schülerin wurde nun Anzeige wegen Körperverletzung sowie wegen Störung eines öffentlichen Dienstes erstattet.

„Eine rücksichtslose Geste hatte schwerwiegende und weitreichende Folgen für zahlreiche Schüler, die dringend ärztliche Hilfe benötigten“, erklärte Quästor Paolo Sartori. „Dank der gründlichen Ermittlungen konnte der Vorfall aufgeklärt und alternative Hypothesen ausgeschlossen werden.“

stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden