Sonntag, 5. April 2026

Riesige Lawine in Pfitsch: 36-Jähriger verschüttet und reanimiert

Zu einem großangelegten Lawineneinsatz ist es am heutigen Ostersonntag in Pfitsch gekommen. Unterhalb der Grabspitze wurde ein italienischer Tourist von einer Lawine verschüttet. Er konnte geborgen werden, musste von den Einsatzkräften jedoch reanimiert werden. Der 36-jährige Skibergsteiger aus der Provinz Vicenza wurde im kritischen Zustand ins Krankenhaus nach Bozen geflogen.

Der Lawinenabgang unterhalb der Grabspitze in Pfitsch. - Foto: © BRD Sterzing

Es war kurz nach 11 Uhr, als Alarm geschlagen wurde: Lawinenabgang in Pfitsch mit möglicherweise verschütteten Personen.

Ein Einheimischer hatte mit seinem Fernglas einen Rundblick in der Gegend um die Grabspitze gemacht. Dort sah er einen Skitourengeher kurz unterhalb des Gipfels aufsteigen. Nach kurzer Zeit wollte er den Skibergsteiger wiederum bei seinem Aufstieg beobachten, jedoch war dieser nicht mehr sichtbar. Er sah nur mehr eine riesige Lawine abgehen. Daraufhin setzte er den Notruf ab.

Sofort kam es zu einem Großeinsatz: die Bergrettungsdienste Sterzing und Gossensaß/Pflersch, die Bergrettung der Finanzwache, die Lawinenhundeführer des Bezirks, die Notarzthubschrauber Aiut Alpin und Pelikan 2 sowie die Carabinieri rückten aus.

Zahlreiche Rettungskräfte standen im Einsatz. - Foto: © BRD Sterzing


„Als wir zum Einsatzort kamen, sahen wir das Ausmaß des Lawinenabgangs“, sagt Peter Payrer von der Bergrettung Sterzing zu STOL. „Es handelt sich um einen riesigen Lawinenabgang – ungefähr 900 Meter lang, 200 Meter breit, mit einer Abrisskante von rund zweieinhalb Metern.“



Als es zum Lawinenabgang kam, wurde ein 36-jähriger Tourist aus der Provinz Vicenza, der sich zu diesem Zeitpunkt alleine an diesem Hang befand, von den Schneemassen verschüttet.

„Der Verschüttete konnte geborgen werden, musste von den Einsatzkräften jedoch reanimiert werden“, so Payrer. Nach der Erstversorgung wurde der schwer verletzte Skitourengeher ins Krankenhaus nach Bozen geflogen.

Die Lawine war schätzungsweise rund 900 Meter lang. - Foto: © BRD Sterzing


„Es ist dem Zufall zuzuschreiben, dass der Einheimische den Skitourengeher beobachtet hatte, sonst wäre die Alarmierung und seine Bergung wohl erst nach einer Vermisstenmeldung erfolgt“, heißt es vonseiten der Bergrettung in einer Presseaussendung.

sor

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