Dienstag, 24. Juni 2025

Rovereto: Seniorin tot in ihrer Wohnung aufgefunden – Sohn unter Mordverdacht

Eine Tragödie erschüttert Rovereto: Annamaria Sartori (86) wurde am Abend des 15. Juni leblos in ihrer Wohnung in der Via Sticcotta aufgefunden. Der Fall zieht nun weite Kreise – ihr Sohn, Giovanni Gabrielli (60), wurde mittlerweile unter dem dringenden Tatverdacht des erschwerten Mordes verhaftet.

Annamaria Sartori (86) war am vergangenen 15. Juni tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Ihr Sohn sitzt nun als dringend Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. - Foto: © L'Adige

Laut den Ermittlern war Gabrielli, der mittlerweile in Lecce lebt, an jenem Tag zu Besuch bei seiner Mutter in Rovereto. Gegen 22.20 Uhr wurden die Carabinieri alarmiert – offenbar durch das Hausnotrufsystem von Sartori, nur wenige Augenblicke vor ihrem Tod. Als die Beamten eintrafen, fanden sie Gabrielli allein in der Wohnung, kniend über dem leblosen Körper seiner Mutter. Eine schlüssige Erklärung für das Geschehen konnte er nicht geben, wie aus ersten Erkenntnissen hervorgeht.

Schon die erste Leichenbeschau ließ Zweifel an einem natürlichen Tod der 86-Jährigen aufkommen, berichtet die Tageszeitung „L'Adige“. Die Ermittler entdeckten Hämatome am Körper der Verstorbenen – Blutergüsse, die weder auf den Einsatz einer Waffe noch auf stumpfe Gewalt hindeuten und offenbar auch nicht frisch waren. Um die genaue Todesursache zu klären, ordnete die Staatsanwaltschaft eine gerichtliche Obduktion an.

„Wir bitten dich um Verzeihung, dass wir dich nicht retten konnten“

Die endgültigen Obduktionsergebnisse stehen zwar noch aus, doch erste Erkenntnisse genügten der Staatsanwaltschaft, um einen Haftbefehl gegen den 60-jährigen Sohn zu beantragen. Giovanni Gabrielli wurde zwangseingewiesen und bleibt derzeit unter medizinischer Behandlung. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache laufen derweil auf Hochtouren.

Gloria Gabrielli, die Tochter der Verstorbenen, die sich laut der Tageszeitung „L'Adige“ als Nebenklägerin ins Strafverfahren eingelassen hat – vertreten von Rechtsanwältin Ilaria Deflorian.

Die Schwester des Tatverdächtigen äußerte früh Zweifel an einem natürlichen Tod ihrer Mutter: „Ich habe sie am selben Tag um 18.30 Uhr gesehen – sie war voller Lebensfreude. Keine vier Stunden später war sie tot. Und in der Wohnung war nur mein Bruder“, sagte sie gegenüber den Ermittlern. „Wir bitten dich um Verzeihung, dass wir dich nicht retten konnten“, richtete sie sich an ihre verstorbene Mutter.

Der Tatverdächtige Giovanni Gabrielli wird von Rechtsanwältin Elena Cainelli verteidigt.

mir

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