Freitag, 2. Mai 2025

Rubio: Russland und Ukraine noch weit voneinander entfernt

Die Ukraine und Russland sind nach Auffassung von US-Außenminister Marco Rubio nach wie vor weit von einem Friedensabkommen entfernt. „Sie sind sich näher gekommen, aber sie sind immer noch weit voneinander entfernt“, sagte Rubio in einem Interview des US-Senders Fox News. Es brauche sehr bald einen echten Durchbruch, sonst müsse US-Präsident Donald Trump entscheiden, wie lange die USA noch eine Vermittlerrolle übernehmen wollten.

Die Ukraine und Russland sind nach Auffassung von US-Außenminister Marco Rubio nach wie vor weit von einem Friedensabkommen entfernt. - Foto: © ANSA / KEN CEDENO / POOL

Trump hat Rubio nach der Demission des bisherigen Nationalen Sicherheitsberaters Mike Waltz gerade erst zu dessen Nachfolger ernannt – eine Rolle, die Rubio vorerst zusätzlich zu seinem Ministeramt übernehmen soll.

Er machte nun abermals deutlich, dass es mit Blick auf den Krieg in der Ukraine keine militärische Lösung gebe. Russlands Präsident Wladimir Putin könne nicht das ganze Nachbarland einnehmen – und umgekehrt gelte: „Die Ukraine kann die Russen nicht komplett dorthin zurückdrängen, wo sie im Jahr 2014 waren.“

Rubio droht mit Rückzug der USA aus Verhandlungen

Rubio hatte zuletzt mehrfach damit gedroht, dass die USA sich aus den Vermittlungen über Ende des russischen Angriffskriegs zurückziehen könnten. Es gebe noch „wichtigere Probleme“ in der Welt, sagte er nun. „Nicht, dass ein Krieg in der Ukraine nicht wichtig wäre, aber ich würde sagen, dass das, was mit China passiert, wichtiger für die Zukunft der Welt ist, und natürlich, die nuklearen Ambitionen des Iran.“

Auch US-Vizepräsident JD Vance erklärte in einem Interview mit Fox News, dass der Krieg in der Ukraine aus seiner Sicht nicht in absehbarer Zeit enden werde. Es liege nun an den Russen und Ukrainern, da jede Seite wisse, was die Bedingungen der anderen Seite für einen Frieden seien. „Es wird an ihnen liegen, eine Einigung zu erzielen und diesen brutalen, brutalen Konflikt zu beenden“, sagte Vance am Donnerstag (Ortszeit).

apa/dpa/reuters

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