Freitag, 23. Januar 2026

Russische Botschaft weist deutschen Spionage-Vorwurf zurück

Die russische Botschaft in Berlin weist Spionagevorwürfe Deutschlands zurück. Es handle sich um eine „dumme, eilig zusammengestrickte Provokation, die vor dem Hintergrund der aktiv hochgedrehten Angstmacherei um Spione, die russische diplomatische Vertretung diskreditieren soll“, heißt es in einer Stellungnahme der Botschaft.

Die russische Botschaft in Berlin weist Spionagevorwürfe Deutschlands zurück. - Foto: © APA/dpa / Christoph Soeder


Das Auswärtige Amt hatte den russischen Botschafter in Berlin am Donnerstag einbestellt und ihm mitgeteilt, ein als Diplomat akkreditierter Mitarbeiter der Botschaft der Russischen Föderation, der in Deutschland Spionage betrieben habe, sei mit sofortiger Wirkung zur Persona non grata erklärt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um den stellvertretenden russischen Militärattaché.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es weiter, der Mitarbeiter der Botschafter müsse Deutschland „umgehend verlassen“. Und: „Dem Botschafter wurde im Auftrag des Außenministers mit Nachdruck mitgeteilt, dass Spionageaktivitäten in Deutschland durch die Bundesrepublik Deutschland nicht toleriert werden und Konsequenzen haben.“
Die mutmaßliche Spionin für Russland sitzt nach ihrer Festnahme in Berlin in Untersuchungshaft. Wie die deutsche Bundesanwaltschaft mitteilte, setzte ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs den Haftbefehl gegen die Deutsch-Ukrainerin in Vollzug.

Die Bundesanwaltschaft – Deutschlands oberste Anklagebehörde – wirft ihr vor, den russischen Geheimdienst mit Informationen versorgt zu haben. Die Beschuldigte soll mit einem Geheimdienstmitarbeiter in der russischen Botschaft in Kontakt gewesen sein und ihm Informationen mit Bezug zum Krieg in der Ukraine verschafft haben.

dpa

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