Mittwoch, 4. Februar 2026

Russische Hackerangriffe auf Olympische Spiele

Italien hat nach Angaben von Außenminister Antonio Tajani mehrere Cyberangriffe auf Einrichtungen des Außenministeriums sowie auf Infrastruktur im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina d'Ampezzo abgewehrt. Ziel der Angriffe seien Internetseiten der Olympischen Winterspiele sowie Hotels in Cortina gewesen, sagt Tajani. Es habe sich um Cyberattacken „russischer Herkunft“ gehandelt.

Italien hat mehrere Cyberangriffe auf Einrichtungen des Außenministeriums sowie auf Infrastruktur im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina d'Ampezzo abgewehrt. - Foto: © APA/THEMENBILD / ROLAND SCHLAGER

Betroffen gewesen seien unter anderem diplomatische Vertretungen, darunter auch die italienische Botschaft in Washington. Weitere Einzelheiten nannte der Minister zunächst nicht. Die italienischen Behörden hätten die Angriffe abgewehrt, erklärte Tajani am Rande eines Besuchs in Washington.

Angriffe von „Hacktivisten“ befürchtet

Auf die Risiken während der Olympischen Winterspiele, insbesondere durch Cyberattacken, haben sich die italienischen Behörden frühzeitig vorbereitet. Ein Expertenteam arbeitet gemeinsam mit Fachleuten der Organisatoren der Winterspiele daran, digitale Angriffe auf das Großereignis abzuwehren, das weltweit voraussichtlich rund drei Milliarden Zuschauer erreichen wird, verlautete aus Regierungskreisen in Rom.

Mögliche Angriffe könnten von sogenannten„Hacktivisten“ ausgehen, also politisch motivierten Hackern, die Cyberattacken zu Propagandazwecken durchführen. Besonders im Fokus stehen die Bereiche Verkehr und Kommunikation, weil Störungen während der Winterspiele weltweit große Aufmerksamkeit erregen würden.

apa/stol