Die kriminelle Organisation betrieb den amtlichen Angaben zufolge das bisher größte bekannte Drogentransportnetz auf der Iberischen Halbinsel. Die Ermittlungen begannen bereits 2022 und deckten auf, dass die Bande in der Nähe der Mündung des Flusses Tajo bei Lissabon und Setúbal illegale Werkstätten unterhielt, in denen „Narcolanchas“ – schnelle Schmuggelboote im Wert von jeweils knapp einer halben Million Euro – selbst gebaut wurden.
Von dort aus wurden die Hochgeschwindigkeitsboote auf den portugiesischen Abschnitt des Tajo gebracht und ins Meer gelassen, um von dort aus tonnenweise Drogen nach Spanien zu transportieren. Die Droge wurde anschließend mutmaßlich auch in andere Länder Europas gebracht. Das Netzwerk war grenzüberschreitend organisiert und erstreckte sich über mehrere spanische Provinzen – darunter Cádiz, Sevilla, Badajoz sowie die Exklave Ceuta in Nordafrika – und acht portugiesische Distrikte.

