Samstag, 14. Februar 2026

Schwere Unwetter in Kalabrien, Sizilien, Sardinien: Hunderte Menschen evakuiert

Schwere Unwetter haben am heutigen Samstag Süditalien heimgesucht. Besonders betroffen waren Sizilien, Sardinien und Kalabrien. In Kalabrien wurden 500 Menschen evakuiert, nachdem der Fluss Crati im Gemeindegebiet Cassano allo Ionio über die Ufer trat. Wassermassen drangen in zahlreiche Wohnhäuser und umliegende Gebiete ein, verursachten Stromausfälle und erhebliche Verkehrsprobleme. Die Feuerwehr war wegen Erdrutschen und Überflutungen im Dauereinsatz.

Schwere Unwetter haben am heutigen Samstag Süditalien heimgesucht. - Foto: © ANSA / Alessandro Sgherri

Foto: © ANSA / Alessandro Sgherri



Der Präsident der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto, berief eine außerordentliche Kabinettssitzung ein, um bei der Regierung in Rom den Notstand zu beantragen. Damit sollen Sondermittel für den Wiederaufbau locker gemacht werden. „Wir verzeichnen erneut enorme Schäden. Glücklicherweise gibt es weder Opfer noch Vermisste“, erklärte Occhiuto.

Foto: © ANSA / FRANCESCO ARENA

Über 1000 Einsätze der Feuerwehr auf Sardinien

Anhaltender Wind und starke Regenfälle führten in den vergangenen vier Tagen zu über 1.000 Einsätzen der Feuerwehr auf Sardinien. Besonders betroffen waren die Provinzen Cagliari, Sassari und Nuoro, wie Medien berichteten. In der Ortschaft Camedda in Ittiri retteten Einsatzkräfte fünf Personen, die wegen eines angeschwollenen Flusses von ihren Häusern abgeschnitten waren.

Foto: © ANSA / Alessandro Sgherri



Süditalien war bereits in den vergangenen Wochen von schweren Niederschlägen heimgesucht worden. Seit zwei Wochen sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi im Süden Siziliens ab. Der äußere Teil der Stadt steht direkt am Abhang und droht weiter abzurutschen. Mehr als 1.500 Menschen mussten laut Behörden bereits ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen werden wohl auch nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können.

Foto: © ANSA / ufficio stampa Vigili del fuoco

apa

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