Die Vorfälle ereigneten sich während und nach einem Fußballspiel des FC Palermo gegen den FC Südtirol, das am 14. September im Drususstadion ausgetragen wurde.
Wie die Quästur in einer Aussendung mitteilt, wurden sechs der Verbote gegen Männer im Alter von 23 bis 48 Jahren ausgesprochen – keiner von ihnen wohnhaft in Südtirol.
Erheblicher Sachschaden am Stadion
Einer der Fans habe im Tunnel unter der Tribüne „Canazza“ gewaltsam die Zugangstür zwischen Sektor 4B und dem bereits ausverkauften Gästesektor 6 aufgebrochen.Dabei sei ein erheblicher Sachschaden am Stadion entstanden, das der Gemeinde Bozen gehört. Der mutmaßliche Täter wurde wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt.
Drei weitere Anhänger gelangten durch die aufgebrochene Tür unrechtmäßig in den voll besetzten Gästesektor – auch sie wurden angezeigt. Zwei weitere Fans sollen zudem die Plexiglas-Absperrung zwischen Heim- und Gästeblock beschädigt haben und wurden ebenfalls angezeigt.
Mann sei auf Polizisten losgegangen
Das siebte Verbot betrifft einen 41-jährigen Mann aus Palermo. Er sei nicht im Stadion, sondern am Bahnhof von Bozen straffällig geworden: Gemeinsam mit weiteren Fans habe er dort gegen ein zuvor erlassenes Verkaufsverbot für Stadiontickets an Personen mit Wohnsitz in Sizilien protestiert.Beim Anbringen eines Protestbanners im Wartesaal von Gleis 3 soll der Mann eine Fensterscheibe beschädigt haben und anschließend auf Polizeibeamte losgegangen sein.
Er habe Widerstand geleistet, sich geweigert, seine Personalien herauszugeben, und die Einsatzkräfte bedroht. Er wurde angezeigt.
Stadionverbot für ein bis zwei Jahre
Alle sieben Betroffenen dürfen nun für einen Zeitraum zwischen einem und zwei Jahren keine Fußball-Sportveranstaltungen mehr besuchen – sowohl in Italien als auch im Ausland.Das Verbot gilt für alle Ligen und offiziellen nationalen sowie internationalen Wettbewerbe, einschließlich Spielen der Nationalmannschaft und Freundschaftsbegegnungen, die nach Regularien des italienischen Fußballverbands organisiert werden.

