Besonders im Winter und Sommer, wenn der Energieverbrauch durch Heizung und Klimaanlagen steigt, verschärft sich die Situation. Viele Iranerinnen und Iraner kritisieren das Verbrennen von Schweröl in den Kraftwerken, das zu einer hohen Schadstoffbelastung führt.
An Tagen mit besonders hoher Luftverschmutzung sieht sich die Regierung gezwungen, Schulen und Universitäten zu schließen. Derzeit wird sogar über die Schließung von Banken und weiteren Behörden diskutiert. In der iranischen Hauptstadt leben mindestens 15 Millionen Menschen, tagsüber steigt die Zahl durch Pendler auf fast 19 Millionen.
Neben der Luftverschmutzung leiden die Bewohner der Stadt auch unter einer landesweiten Wasserkrise aufgrund von lang anhaltender Trockenheit. Erst vor Kurzem hatte Irans Präsident Massud Peseschkian angekündigt, dass das Wasser rationiert werden müsse, wenn bis Ende November kein Regen fallen sollte. Im Fall einer noch längeren Trockenheit erwog er zudem weitere drastischere Maßnahmen. „Wenn es dann immer noch nicht regnet, müssen wir Teheran evakuieren“, sagte er.

