Im Mittelpunkt stand eine zunehmend verbreitete Form von Gewalt: die digitale Kontrolle durch Partner oder Ex-Partner. Dabei werden Bewegungen und Kommunikation der Betroffenen häufig über Smartphones oder andere Geräte überwacht.
So erkennen Sie digitale Überwachung
Um Betroffene besser zu schützen, gaben die Carabinieri konkrete Hinweise auf mögliche digitale Überwachung:-Im Verdachtsfall sollte überprüft werden, ob auf dem Gerät ungewöhnliche Zugriffsrechte vergeben wurden.
-Apps, die zur digitalen Spionage genutzt werden, können sich hinter harmlosen Namen verbergen.
-Auch ein Blick auf aktive Sitzungen bei Konten wie Google oder Apple kann Hinweise auf unbefugte Zugriffe liefern.
-Ein weiterer Punkt betrifft Messaging-Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Signal: Hier kann es sinnvoll sein, verbundene Web- oder Desktop-Sitzungen zu kontrollieren, um mögliche Mitleser auszuschließen.
-Zudem wurde darauf hingewiesen, dass auch physische Tracker – etwa AirTags – zur Ortung eingesetzt werden können.
„Gewalt findet heute nicht mehr nur auf der Straße statt, sondern auch über unsere Smartphones“
Diese ersten Kontrollen können laut Carabinieri einen wichtigen Schutz bieten, bis gegebenenfalls weitergehende Untersuchungen erfolgen.Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Brixen betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Anti-Gewalt-Zentrum:
„Gewalt findet heute nicht mehr nur auf der Straße statt, sondern auch über unsere Smartphones.“
Doch auch im digitalen Raum sei man nicht auf sich allein gestellt:
„Unser Ziel ist es, jeder Frau nicht nur körperliche Sicherheit, sondern auch digitale Freiheit zurückzugeben.“

