Dienstag, 29. April 2025

So vielfältig ist Südtirol: 150 Nationen leben im Land

Südtirol wird zunehmend internationaler: Zum Jahresende 2023 lebten rund 55.913 Menschen ausländischer Herkunft in der Provinz – ein Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt mittlerweile 10,4 Prozent, wie das Landesinstitut für Statistik ASTAT mitteilt.

Die Bevölkerung in Südtirol wird immer internationaler – vor allem in den Städten (Archivbild). - Foto: © sor

Besonders stark vertreten sind Menschen aus Albanien und Deutschland. Insgesamt sind in Südtirol derzeit Bürgerinnen und Bürger aus 150 verschiedenen Nationen zuhause.

Ein Großteil der ausländischen Bevölkerung konzentriert sich auf die Städte

Berücksichtigt werden in der Statistik alle Personen ohne italienische Staatsbürgerschaft – unabhängig davon, ob sie aus EU- oder Nicht-EU-Staaten stammen. Eingebürgerte sowie Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung bleiben unberücksichtigt.

Ein Großteil der ausländischen Bevölkerung konzentriert sich auf die urbanen Zentren: 57 Prozent leben in den sieben größten Gemeinden Südtirols. Allein Bozen vereint 27,7 Prozent aller ausländischen Einwohner auf sich, gefolgt von Meran (13 Prozent) und Brixen (5 Prozent).

Auffällig hohe Werte verzeichnen auch Waidbruck, Brenner und Salurn

Deutlich wird auch die lokale Differenz: Während in Laurein nur 0,3 Prozent der Bevölkerung aus dem Ausland stammen, liegt der Anteil in Franzensfeste bei knapp 30 Prozent. Auffällig hohe Werte verzeichnen auch Waidbruck, Brenner und Salurn.

Im Vergleich zu anderen norditalienischen Regionen wie der Lombardei oder Emilia-Romagna ist der Anteil ausländischer Bevölkerung in Südtirol zwar niedriger, liegt aber sowohl im italienweiten Vergleich als auch gegenüber dem Trentino über dem Durchschnitt.

Über die Hälfte der ausländischen Bevölkerung sind Frauen

Die demografische Struktur der ausländischen Bevölkerung unterscheidet sich deutlich von jener der einheimischen Bevölkerung: Sie ist im Schnitt jünger, weiblicher und kinderreicher. Besonders stark vertreten sind die 30- bis 45-Jährigen.

Über die Hälfte der ausländischen Bevölkerung sind Frauen, vor allem aus Osteuropa, Österreich, Spanien und Deutschland. Dagegen ist die türkische, kosovarische und albanische Community stärker männlich geprägt.

Auffällig ist zudem: Frauen ausländischer Herkunft bekommen im Durchschnitt mehr Kinder als italienische Staatsbürgerinnen – ein Faktor, der langfristig die Bevölkerungsentwicklung in Südtirol mitbestimmen könnte.

stol

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