Montag, 10. November 2025

Staatsrat: Abschussdekret für zweiten Trentiner Wolf abgelaufen

Das Halali auf den zweiten Wolf in den Lessinischen Bergen, den der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti im September zum Abschuss freigegeben hatte, ist vorbei. Laut Staatsrat könne über den Aussetzungsantrag für das Abschussdekret, den die Tierschutzverbände ENPA, LAV und LNDC Animal Protection eingereicht hatten, nicht mehr befunden werden, da die Gültigkeit des Dekretes „bis zum Ende der Weidesaison 2025“ inzwischen abgelaufen sei.

Im Trentino leben schätzungsweise 150 Wölfe (Symbolbild). - Foto: © APA/dpa / Bernd Thissen

Die Tierschützer begrüßen in einer Aussendung, dass der zweite Wolf damit „gerettet ist“ und betonen, dass der Umgang mit Großraubtieren nicht auf „feindseligen und strafenden Ansätzen“ fußen dürfe, sondern auf wissenschaftlichen und präventiven Maßnahmen wie Elektrozäunen, akustischen Abschreckungsmitteln und schnellen Entschädigungen für die Bauern.

Ein Wolf entnommen

Wie berichtet, hatte das Verwaltungsgericht Trient grünes Licht für den Abschuss von zwei Schadwölfen auf der Boldera-Alm in den Lessinischen Bergen gegeben. Bereits wenige Tage später – in der Nacht auf den 20. September – konnte einer der Wölfe erlegt werden. Erst in der Folge erwirkten die Tierschützer vor dem Staatsrat im Dringlichkeitsweg die einstweilige Aussetzung des Entnahmedekretes. Da dieses inzwischen nicht mehr gültig ist, erklärte der Staatsrat eine Folgeentscheidung für hinfällig.

rc

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