Dabei hatte sie anhaltende Belästigungen durch ihren ehemaligen Lebensgefährten geschildert, einen 50-jährigen Bozner, der sich allerdings überwiegend im Ausland aufhält.
Bereits während der mehrjährigen Beziehung soll der Mann ein obsessives Kontrollverhalten an den Tag gelegt haben, kontrollierte private Textnachrichten auf dem Handy seiner Partnerin und war zunehmend eifersüchtig, was sogar in aufdringlichen und einschüchternden Handlungen endete.
Nach der Trennung soll sich die Situation weiter zugespitzt haben. Laut Anzeige habe der Mann die Frau wiederholt verfolgt, sei in der Nähe ihrer Wohnung und ihres Arbeitsplatzes aufgetaucht und habe zahlreiche Nachrichten mit bedrohlichem und beunruhigendem Inhalt versandt.
Das Opfer musste zunehmend um die eigene Sicherheit sowie um jene ihrer minderjährigen Kinder aus einer früheren Ehe fürchten, weshalb sie sich gezwungen sah, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern.
Im Laufe der Ermittlungen sammelten die Carabinieri schwerwiegende Beweise, woraufhin der Ermittlungsrichter am Gericht in Bozen einen Haftbefehl ausstellte.
In den vergangenen Tagen konnte der Mann schließlich auf Kalterer Gemeindegebiet von den Carabinieri festgenommen werden. Er wurde ins Bozner Gefängnis gebracht.
Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

