Montag, 30. Juni 2025

Heftige Unwetter im Großraum Sterzing und in Ridnaun

Auf die teils hochsommerlich-schwülen Temperaturen folgten am gestrigen Montagabend heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. Besonders stark betroffen war der Großraum Sterzing und Ridnaun: Dort gingen stellenweise bis zu 100 Millimeter Niederschlag nieder – und das innerhalb kürzester Zeit. Die Einsatzkräfte wurden binnen zwei Stunden zu rund 100 Einsätzen gerufen.

Ausnahmezustand im Großraum Sterzing: Überflutete Keller und Garagen, Murenabgänge, Straßensperren und Bäche, die über die Ufer treten. - Foto: © FFW



Ausnahmezustand im Großraum Sterzing: Überflutete Keller und Garagen, Murenabgänge, Straßensperren und Bäche, die über die Ufer treten. Zwei sehr starke Gewitterzellen haben sich am Montagabend laut dem Landeswettermeteorologen Dieter Peterlin über dem Gebiet Sterzing entladen ( STOL hat berichtet): „In Ridnaun fielen rund 100 Millimeter Niederschlag innerhalb einer Stunde. Ein neuer Stationsrekord“, wie der Experte auf der Plattform „X“ schreibt.


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Die sintflutartigen Regenfälle brachten die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung an ihre Grenzen – zahlreiche Straßen und Unterführungen mussten vorübergehend gesperrt werden. Dazu zählen die Landesstraße von Mareit nach Ridnaun sowie die beiden Unterführungen, die über Flains beziehungsweise die Hauptstraße nach Wiesen führen.



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In zwei Fällen steckten Personen mit ihren Fahrzeugen in jeweils einer der Unterführungen fest und mussten von den Einsatzkräften befreit werden.

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Neben den überfluteten Straßen rückten die Einsatzkräfte auch zu überschwemmten Kellern, Garagen und Wohnungen aus und beseitigten Murenablagerungen von den Straßen.

Im Keller des Hotels „Schneeberg“ in Ridnaun stand das Wasser stellenweise bis zu einem halben Meter hoch. Auch die Garagen und Keller der Hotels „Sonnklarhof“ und „Gassenhof“ in Ridnaun wurden von den Wassermassen geflutet.


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Gegen 20 Uhr kehrte schließlich zumindest vorerst etwas Entspannung ein: Die sintflutartigen Niederschläge ließen nach. Doch die Gefahr ist laut Meteorologe Dieter Peterlin weiterhin nicht gebannt. „Nach der Hitze steckt noch viel Energie in der Atmosphäre, lokale Gewitter ziehen nur langsam weiter.“ Auch in den kommenden Tagen sei im ganzen Land gebietsweise mit Unwettern zu rechnen.


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Zu schweren Unwettern kam es auch in Nordtirol – vor allem in Gschnitz
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