Zu diesem Zeitpunkt war Gezim Iljazi nicht mehr gesichert, weil er sich eben im Bereich des Ausstiegs befunden hatte. Der 58-Jährige stürzte rund 100 Meter im freien Fall in die Tiefe und war sofort tot.
Andere Kletterer wurden auf den Unfall aufmerksam und verständigten über den Notruf 112 umgehend die Rettungskräfte. Innerhalb kürzester Zeit waren der Notarzthubschrauber Pelikan 1, Freiwillige der Rettungsstelle Stuls der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS und der Mooser Bergrettung im AVS vor Ort. Für Iljazi kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er war seinen schweren Verletzungen bereits erlegen.
Der Leichnam wurde nach der Bergung in die Leichenkapelle von Moos gebracht. Beamte der Bergrettung der Finanzwache und der Carabinieri haben Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls aufgenommen. Eines ist bereits sicher: Fremdverschulden wird ohne Zweifel ausgeschlossen.
Der gestrige Unfall war der erste tödliche am im Frühjahr 2019 eröffneten Klettersteig „Stuller Wasserfall“. Die Mooser Gemeindeverwaltung und der Tourismusverein Passeiertal nahmen vor einigen Jahren den Kletterboom zum Anlass, um neben dem dritthöchsten Wasserfall Europas (342 m) diesen Steig errichten zu lassen.

