Zentrales Thema der Sitzung war die Erneuerung der Sozial- und Wohlfahrtsleistungen für das Jahr 2026, die Arbeitnehmer und Betrieben vom Bilateralen Handwerksfonds (EBA-BKH) und vom Bilateralen Sicherheitsfonds für das Handwerk (EBSA-BKSH) angeboten werden.
Außerdem nutzten die Sozialpartner das Treffen, um über eine Modernisierung und Weiterentwicklung der beiden paritätischen Einrichtungen zu sprechen – insbesondere im Hinblick auf die neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Handwerks.
Treffen finden regelmäßig statt
Das Treffen war Teil einer Reihe regelmäßiger Zusammenkünfte, die seit vielen Jahren stattfinden. Ziel dieser Treffen ist es, das System der Arbeitsbeziehungen im Handwerk dynamisch, modern und offen zu gestalten.Durch diese kontinuierliche Zusammenarbeit konnte im Laufe der Zeit das umfangreichste und fortschrittlichste bilaterale System des Landes Südtirol entstehen – ein Modell, das dank seiner organisatorischen und operativen Autonomie auch auf nationaler Ebene oft als Vorbild gilt.
Kollektivvertrag im Diskurs
Ein weiterer Schwerpunkt war die territoriale Kollektivvertragsverhandlung. Dabei wurde der aktuelle Stand der Arbeiten besprochen und die Basis für die Fortsetzung der laufenden Gespräche gelegt, vor allem im Hinblick auf die Erneuerung der ergänzenden Landesvereinbarung zur Lehrlingsausbildung im Handwerk.Der Handwerkssektor umfasst derzeit 11 Kollektivverträge, die über 50 Berufe und Qualifikationen abdecken. In Südtirol betrifft dies rund 45.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also mehr als 20 Prozent aller Beschäftigten.
Das Treffen verlief in einem konstruktiven und positiven Klima. Alle Beteiligten bekräftigten ihren gemeinsamen Willen, die Zusammenarbeit weiterzuführen und gemeinsam zur Entwicklung des Südtiroler Handwerks beizutragen.
An der Sitzung nahmen auf Arbeitgeberseite der lvh.apa (Präsident Martin Haller, Direktor Walter Pöhl, Marco Nobile) und der CNA-SHV (Präsident Cristiano Cantisani, Direktorin Lorena Palanga) teil. Die Gewerkschaften wurden vertreten durch den ASGB (Nikolaus Schier, Patrizio Serra), den CGIL-AGB (Generalsekretärin Cristina Masera, Giuseppe Terranova), der SGBCISL (Generalsekretärin Donatella Califano, stellvertretender Generalsekretär Georg Plaickner) und der UIL-SGK (Generalsekretär Mauro Baldessari, Giuseppe Pelella).

