Freitag, 6. März 2026

Tödlicher Sturz in Bozen: „Keine Hinweise auf Fremdverschulden“

Nach dem Tod eines 33-jährigen Marokkaners in Bozen, der am gestrigen Donnerstagmorgen im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses ums Leben kam, erklärt die Quästur, dass keine Gewalteinwirkung durch Dritte festgestellt wurde. Derzeit sei auch keine Autopsie an der Leiche vorgesehen, heißt es in einer Aussendung.

Das Unglück ereignete sich im Bozner Neubruchweg. - Foto: © Alto Adige

Wie berichtet, war der Leichnam des Mannes im Erdgeschoss des Treppenhauses eines Mehrfamilienhauses im Bozner Neubruchweg gefunden worden. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 33-jährigen Marokkaner ohne festen Wohnsitz in Italien, der Asyl beantragt hatte.

Die Quästur Bozen bestätigt nun in einer Aussendung den Vorfall: Am gestrigen Donnerstag, um 8.25 Uhr, rückte nach einer Meldung eine Polizeistreife in den Neubruchweg aus.

Vor Ort stellten die Beamten nach eingehender Untersuchung fest, dass der Mann auf ein Geländer geklettert war, das zum Schutz des Treppenhauses angebracht war. Er wollte wohl, so die Vermutung, so ein Gitter umgehen, das den Zugang zu den Treppen zum zehnten Stockwerk versperrte.

Verdacht: Gegenstände aus Geschäft gestohlen

Als er auf das Geländer kletterte, verlor er den Halt und stürzte aus dem neunten Stockwerk in die Tiefe, heißt es in der Aussendung.

Am Unfallort wurden Gegenstände gefunden, die angeblich von dem Mann am 5. März um vier Uhr morgens in einem Geschäft in der Freiheitsstraße in Bozen entwendet worden waren.

Nach der Leichenuntersuchung wurden keine Anzeichen für Gewalteinwirkung durch Dritte festgestellt, teilt die Quästur mit.

Die benachrichtigte Justizbehörde ordnete vorerst keine Durchführung einer Autopsie an.

stol

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