Freitag, 17. Oktober 2025

Tod von Leon Moser: Die Todesursache

Nach dem tödlichen Unfall in Glurns, bei dem der 19-jährige Leon Moser aus Taufers im Münstertal ums Leben gekommen ist, liegen nun die ersten Ergebnisse der Obduktion vor.

Leon Moser hatte sein Leben noch vor sich: Als Bergretter und Hubschrauber-Pilot wollte er anderen in Not zur Seite stehen. - Foto: © Bergrettung Taufers i.M.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wurde die Autopsie bereits am Donnerstag, 9. Oktober, durchgeführt. Demnach starb der junge Mann an den „tödlichen pathophysiologischen Folgen eines sehr schweren stumpfen Abdominal- und Thoraxtraumas“. Diese Verletzungen seien „mit einem Quetschtrauma durch ein Kunstwerk vereinbar“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Will heißen: Laut ersten Ergebnissen der Autopsie ist Leon Moser von der Statue erdrückt worden.

Der Unfall hatte sich in der Nacht auf Sonntag, 5. Oktober, auf dem Rathausplatz von Glurns ereignet. Leon Moser war nach bisherigen Ermittlungen gemeinsam mit Freunden unterwegs, als er auf die Statue des Brunnens am Platz kletterte.

„Eine erste Rekonstruktion des Sachverhalts hat ergeben, dass der junge Mann auf den Brunnen geklettert ist, und zwar bis zur Bronzestatue hinauf“, bestätigte die Staatsanwaltschaft anschließend. Die Figur stand auf einem tellerförmigen Metallsockel in rund 2,30 Metern Höhe. Sowohl die Statue als auch Moser stürzten zu Boden. Für den 19-Jährigen kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Unfallort.

Foto: © DLife



Um die genauen Ursachen für den Einsturz der Statue zu klären, hat die Staatsanwaltschaft nun ein Beweissicherungsverfahren beantragt. Dabei soll ermittelt werden, weshalb das Kunstwerk den Belastungen nicht standhielt und ob gegebenenfalls Sicherheitsmängel vorlagen.



Die Tragödie hat im Vinschgau und darüber hinaus tiefe Betroffenheit ausgelöst. Viele Einwohner entzündeten Kerzen am Brunnen, um des jungen Mannes zu gedenken.

kn