Die erste Lawine ging kurz nach 12.30 Uhr an der Grenze zwischen Fleimstal und Primiero nieder. Vier Skitourengeher aus Primiero wurden verschüttet, drei davon vollständig. Einer der Beteiligten setzte den Notruf ab und löste einen Großeinsatz der Bergrettung aus.
40 Minuten unter Schneemassen: Turra stirbt im Spital
Zwei Männer blieben unverletzt, ein weiterer erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus von Cavalese geflogen. Für den vierten Skitourengeher, den 40-jährigen Ettore Turra, kam jede Hilfe zu spät: Er war rund 40 Minuten verschüttet und erlag später im Krankenhaus Santa Chiara in Trient seinen schweren Verletzungen.Freerider (41) von Lawine getötet
Nur wenige Stunden später, gegen 16.30 Uhr, ereignete sich ein zweites Unglück auf der Marmolata im Bereich Punta Serauta. Vier Freerider wurden von einer Lawine erfasst. Auch hier schlugen die Begleiter sofort Alarm und begannen mit der Suche. Dennoch starb der 41-jährige Alex Farronato noch am Unfallort. Die anderen drei Wintersportler blieben unverletzt.Ein dritter Lawinenabgang bei der Cavallazza-Spitze am Rollepass verlief glimpflich, dort wurde niemand mitgerissen.
Im Einsatz standen mehrere Bergrettungsdienste, Notarzthubschrauber, darunter auch das Team vom Aiut Alpin Dolomites aus Südtirol, sowie Lawinenhundeführer. Die Ereignisse erschüttern mehrere Gemeinden und unterstreichen einmal mehr die derzeit angespannte Lawinensituation in den Alpen.

