Besonders stark betroffen war ein Viertel von Juiz de Fora. Dort starb eine Mutter, nachdem sie sich beim Einsturz ihres Hauses schützend auf ihren sechsjährigen Sohn geworfen hatte, wie das Nachrichtenportal „G1“ berichtete. „Sie hat sich auf Antony geworfen und so sein Leben gerettet“, berichtete die Mutter der Verstorbenen demnach. Der Bub überlebte verschüttet unter den Trümmern.
Eine andere Bewohnerin verlor bei einem Erdrutsch sowohl ihre Mutter als auch ihre zweijährige Tochter. „Es ging alles sehr schnell. Ich habe meine Mutter und meine Tochter auf einmal verloren, alles, was ich in diesem Leben hatte“, sagte sie dem Radiosender „Itatiaia“ unter Tränen.
Die Stadt hatte bereits den Katastrophenfall ausgerufen, den Unterricht an städtischen Schulen ausgesetzt und mehrere Einrichtungen in Notunterkünfte umgewandelt. Bürgermeisterin Margarida Salomão sprach von dem regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen und bezeichnete die Lage als kritisch. Weitere Niederschläge werden mindestens bis Freitag erwartet.

