Montag, 12. Januar 2026

VIDEO | Bozen: 1.500 Personen protestieren auf Straßen wegen Valbruna

Die Arbeiter der Valbruna-Stahlwerke sind am heutigen Montag in der Landeshauptstadt auf die Straße gegangen, um für den Erhalt der Stahlwerke zu demonstrieren. An der Demonstration nahmen mehr als 1.500 Personen teil, darunter auch über 400 Beschäftigte aus dem Stahlwerk in Vicenza.

Anlass der Proteste ist die Ausschreibung des Landes für das Areal der Valbruna-Stahlwerke – nach Einschätzung der Gewerkschaften dürfte diese ohne Ergebnis bleiben. - Video: stol

Anlass der Proteste ist die Ausschreibung des Landes für das Areal der Valbruna-Stahlwerke mit einem Mietzins von insgesamt 150 Millionen Euro über 50 Jahre. Nach Einschätzung der Gewerkschaften dürfte die Ausschreibung ohne Ergebnis bleiben.

„Die Arbeitnehmer brauchen Klarheit“

„Wir demonstrieren für den Schutz der Arbeitsplätze und hoffen auf klare politische Entscheidungen“, sagte Marco Bernardoni vom Gewerkschaftsbund Fiom-Cgil gegenüber der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“. Nach Ablauf der Ausschreibung am 15. Jänner erwarte man eindeutige Aussagen über die weiteren Schritte. „Die Arbeitnehmer brauchen Klarheit und dürfen nicht in Unsicherheit gelassen werden“, so Bernardoni.


Foto: © DLife/GROPPO



Riccardo Conte, Generalsekretär des Metallarbeitergewerkschaftsbunds Fim-Cisl Südtirol, forderte einen „Akt der Verantwortung“. Man brauche Gewissheit über den Fortbestand der Valbruna-Stahlwerke.

Unverständnis über die fehlenden Entscheidungen äußerte auch Costantino Locci von der Fachgewerkschaft Uilm. „Alle sprechen sich für den Erhalt des Standorts aus, auch der Staat hat mit der Golden Power eingegriffen. Trotzdem gibt es noch keine definitive Antwort“, so Locci. Die Sorge der Beschäftigten gelte dem Erhalt der Arbeitsplätze und der Produktion.

Auswirkungen auch auf den Standort in Vicenza möglich

Von Seiten des Landes sei weiterhin unklar, welche Schritte geplant sind. Das Unternehmen habe jedoch Interesse am Ankauf der Grundstücke signalisiert. Nach dem 15. Jänner soll eine Verhandlung mit der Unternehmensführung aufgenommen werden. Locci verwies auch auf mögliche Auswirkungen auf den Standort Vicenza.

Vor Ort war zudem Alessandro Urzì, Regionalkoordinator der Fratelli d’Italia . „Es braucht eine Lösung, die den Willen des Unternehmens anerkennt, die Tätigkeit fortzusetzen und weiter zu investieren“, sagte Urzì.

stol

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