Freitag, 17. Oktober 2025

Verdacht auf Millionen-Betrug: 68-Jähriger am Brenner festgenommen

Ein gesuchter 68-Jähriger wurde am vergangenen Samstag von der Eisenbahnpolizei am Brenner festgenommen, während er versuchte, das Land zu verlassen. Er soll Finanzdelikte in Millionenhöhe begangen haben, die im Zusammenhang mit Asphaltierungsarbeiten stehen.

Ein gesuchter 68-Jähriger wurde am vergangenen Samstag von der Eisenbahnpolizei am Brenner festgenommen, während er versuchte, das Land zu verlassen. Er soll Finanzdelikte in Millionenhöhe begangen haben, die im Zusammenhang mit Asphaltierungsarbeiten stehen. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Gegen den Mann lag ein Haftbefehl seit März letzten Jahres wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Eigengeldwäsche über mehrere Millionen Euro vor.

Der Fall geht auf das Frühjahr 2024 zurück, als die Finanzpolizei in verschiedenen Regionen Italiens neun Haftbefehle gegen Mitglieder einer kriminellen Vereinigung vollstreckte, die auf Steuerbetrug, Geldwäsche und Eigengeldwäsche spezialisiert war.

Die Ermittlungen begannen im Februar 2023 unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bozen und wurden von der Finanzpolizei Meran durchgeführt. Ziel war eine transnationale Gruppe, überwiegend Briten und Iren, mutmaßlich geleitet von einem Italiener, die offenbar Betrugsmaschen bei Asphaltierungsarbeiten durchführte.

Verdacht: 9 Millionen Euro an illegalen Gewinnen

Die Masche soll sich gegen Privatpersonen und kleine Unternehmer in Südtirol gerichtet haben: die Täter boten offenbar zu sehr günstigen Preisen Asphaltierungsarbeiten für Höfe, private Straßen und Parkplätze an. Sie sollen als seriös wirkende Personen mit ausgeprägtem angloamerikanischen Akzent aufgetreten sein und behauptet haben, gerade ähnliche Arbeiten in der Nähe abgeschlossen zu haben, sodass überschüssiger Asphalt genutzt werden könnte.

Der genutzte Asphalt war offenbar von minderwertiger Qualität und zerfiel innerhalb weniger Tage. Die Bande gründete in drei Jahren offenbar neun verschiedene Einzelunternehmen, die systematisch keine Steuererklärungen abgaben -mutmaßlich, um Schadensersatzansprüche zu verhindern. So soll die Gruppe geschätzte 9 Millionen Euro an mutmaßlich illegalen Gewinnen über ausländische Konten verschoben haben.

ansa/stol

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