Freitag, 26. September 2025

Verdacht: Jugendlicher betreibt Drogenhandel über Bitcoin-Gutscheine

Ein unscheinbarer Routineeinsatz der Carabinieri in Brixen hat zu einem aufsehenerregenden Fund geführt. Beamte einer Fußstreife kontrollierten am Nachmittag einen 20-Jährigen – Jahrgang 2004 – und stießen dabei auf ein Messer mit Spuren von Betäubungsmitteln.

Die sichergestellten Beweismittel - Foto: © Carabinieri

Bei anschließenden Durchsuchungen – persönlich, in der Wohnung und auch digital – stellten die Einsatzkräfte ein ganzes Sortiment an Drogen sicher. Laboranalysen ergaben, dass der junge Mann im Besitz von rund 3,7 Gramm Marihuana, 11,5 Gramm halluzinogenen Pilzen, etwa 15 Gramm weißer und gelber Pulver (Amphetamin und Dipentilon, ein synthetisches Katinon), 1,4 Gramm kristalliner Substanzen, 3,2 Gramm farbiger Tabletten sowie eines LSD-getränkten Briefmarkenfragments war.

Bemerkenswert machten den Fall jedoch nicht nur die unterschiedlichen Substanzen, sondern die Hinweise auf ein modernes Geschäftsmodell. Die Ermittler fanden neben Waagen und Verpackungsmaterial auch mehrere sogenannte Bitcoin Gift Cards. Sie gelten als Zahlungsmittel, das jungen Konsumenten einen anonymisierten und schwer nachverfolgbaren Handel ermöglicht – häufig in Verbindung mit verschlüsselten Messenger-Diensten.

Die Carabinieri sprechen von einem „besorgniserregenden Trend“. Der 20-Jährige wurde wegen Besitzes und Handelsverdachts angezeigt.

kn

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