Die Ermittler werteten unter anderem Inserate in sozialen Netzwerken und auf Online-Plattformen aus, in denen Unterkünfte angeboten wurden. Verdächtig erschienen auch die Kontakt- und Buchungsmodalitäten der Anbieter.
Auch Ortstaxe weder gemeldet noch bezahlt
Durch den Abgleich mit Datenbanken der Finanzpolizei sowie durch gezielte Beobachtungen und Kontrollen vor Ort konnten die Eigentümer identifiziert und die genauen Standorte der Wohnungen festgestellt werden.Insgesamt wird gegen 16 Privatpersonen ermittelt. Davon sollen vier Personen über einen Zeitraum von fünf Jahren Einnahmen von mehr als 470.000 Euro nicht deklariert haben.
Ein Teil der Beschuldigten hat laut Aussendung bereits von der Möglichkeit eines sogenannten „Accertamento con adesione“ Gebrauch gemacht. Dabei handelt es sich um eine einvernehmliche Regelung mit den Behörden, die bei Begleichung der Steuerschulden eine Reduzierung der Verwaltungsstrafen ermöglicht.
Bei den Kontrollen stellte sich zudem heraus, dass in mehreren Fällen auch die Ortstaxe weder gemeldet noch bezahlt wurde. Insgesamt beläuft sich dieser Betrag auf mehr als 9.000 Euro.
Für die Finanzpolizei ist die Aktion Teil einer umfassenderen Strategie gegen Steuerhinterziehung im Tourismussektor. Ziel sei es, unlautere Praktiken zu bekämpfen und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

