Montag, 26. Mai 2025

Junge Männer schwingen in Bozner Altstadt die Säbel – Zwei Festnahmen

Ein erschreckendes Video hat sich am Sonntag rasant auf den Smartphones vieler Boznerinnen und Bozner verbreitet. Die Aufnahmen zeigen eine Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern in der Museumsstraße, offenbar in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Beteiligten, mutmaßlich nordafrikanischer Herkunft, lieferten sich eine wilde Verfolgungsjagd, warfen mit Steinen und schwangen waffenähnliche Gegenstände, die an Macheten oder Säbel erinnern. Dabei waren laute Rufe auf Arabisch zu hören.

Eine Minute und vier Sekunden dauern die Aufnahmen, die in der Museumsstraße entstanden sein sollen – offenbar in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Quelle: privat - Video: stol

Die Szene spielte sich nur wenige Meter vom Obstmarkt entfernt ab, im Herzen der Bozner Altstadt. Gerade an Wochenenden ist die Polizeipräsenz dort groß – allerdings offenbar nicht zur Tatzeit. Zahlreiche Passanten beobachteten das Geschehen entsetzt, einige filmten aus sicherer Entfernung, versteckt in Hauseingängen.

„Es sieht aus wie eine Szene aus einem Sandokan-Remake – aber das ist kein Fake“, kommentierte Bürgermeister Corrarati gegenüber der Tageszeitung „Alto Adige“ verärgert. Für ihn ist klar: „Kontrollen allein reichen nicht. Wir müssen die Kultur des Respekts und die Einhaltung von Regeln stärken.“

Was die Burschen in den Händen halten, erinnert an Säbel – nicht auszudenken, welche Verletzungen durch die Messer verursacht werden könnten.



Corrarati, der erst vor wenigen Tagen sein Amt angetreten hat, kündigte umgehende Maßnahmen an. Noch am Montag will er sich mit dem Kommandanten der Stadtpolizei, Fabrizio Piras, beraten. Auch ein Treffen beim Regierungskommissariat steht auf dem Programm.

Das Thema Sicherheit war eines der zentralen Anliegen seiner Wahlkampagne. Der Bürgermeister betonte erneut, dass Bozen jenen Hilfe und Integration anbiete, die bereit seien, sich über Arbeit oder Ausbildung eine Zukunft im Einklang mit den Regeln der Gesellschaft aufzubauen. Für jene aber, die die öffentliche Ordnung gefährden, sei kein Platz in der Stadt.

„Die Jugendlichen im Video gehören offensichtlich einer anderen Kultur an“, so Corrarati weiter. „Deren Integration kann nur unter anderen Voraussetzungen gelingen.“

Mehrere Anzeigen – zwei Festnahmen

Am Montagvormittag wurde bekannt: In Folge des Vorfalls hat es zwei Festnahmen gegeben, mehrere Personen wurden angezeigt.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Tätern um nicht EU-stämmige Staatsbürger. Einige von ihnen sollen derzeit in den Notunterkünften der Stadt untergebracht sein, die im Rahmen des Kältenotfallplans eingerichtet wurden.

stol

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