Dienstag, 17. März 2026

Vier Tote nach Einsturz von Baugerüst in Wien-Alsergrund

Vier Tote und einen schwer Verletzten hat ein schwerer Unfall am Dienstagnachmittag bei Bauarbeiten in Wien-Alsergrund gefordert. Demnach kam es gegen 14.30 Uhr in einem Innenhof in der Porzellangasse zum Einsturz von Gerüstteilen und einer Schalung. Nach ersten Angaben der Wiener Berufsrettung wurde ein 45-jähriger Arbeiter lebensgefährlich verletzt. Die Befürchtung, dass weitere Arbeiter verschüttet bzw. getötet worden sein könnten, bestätigte sich dann gegen 18.00 Uhr.

Gerüstteile samt Schalung bei Betonierarbeiten eingestürzt. - Foto: © APA / MAX SLOVENCIK

Zu dem Unfall kam es bei Betonierarbeiten im Zuge eines Dachgeschoßausbaus. Laut Berufsfeuerwehr-Sprecher Martin Hofbauer wurde egen 14.30 Uhr alarmiert. Nach rund 90 Minuten vermeldete die Berufsrettung das schwer verletzte Opfer. Stunden später wurde dann das ganze Ausmaß des Bauunfalls bekannt: Nachdem die Angehörigen der Todesopfer verständigt werden konnten, berichtete der Sprecher, dass bei dem Unglück vier Menschen gestorben waren. Zuvor hatten Polizeifahrzeuge den Zugang zur Baustelle abgeriegelt, vermutlich um so den Abtransport der tödlich Verunfallten zu ermöglichen. Auch der Katastrophenhilfsdienst Wien war inzwischen am großräumig gesperrten Unfallort eingetroffen.

Offenbar gab die gesamte Konstruktion nach

Laut Hofbauer brach bei dem Unfall die gesamte Konstruktion samt den sich darauf befindlichen fünf Personen zusammen. Bei der Bergung des schwer Verletzten unterstützten die weiteren Bauarbeiter die inzwischen eingetroffenen Rettungskräfte. Wie der Feuerwehrsprecher weiter erläuterte, gestaltete sich der Einsatz dann äußerst schwierig.

Sehen Sie hier die Bilder des tragischen Arbeitsunfalls:



Zum Teil musste das Baumaterial mit bloßen Händen beiseite geschafft werden. Der schwer verletzte Arbeiter lag den Angaben zufolge daher mehrere Minuten am Unfallort, ehe er geborgen werden konnte. Die Berufsrettung berichtete, dass bei dem 45-Jährigen schwere Kopfverletzungen und ebensolche im Bereich der Wirbelsäule festgestellt wurden, wie auch Frakturen an den Armen.

Von Polizei und Arbeitsinspektorat werden nun noch Zeugen des Unglücks befragt, wie etwa der Kranfahrer, der bis ca. 17.30 Uhr in seinem Fahrzeug ausharren musste. Auch der überlebende Arbeiter werde befragt, sobald dies sein Zustand zulasse, sagte Polizeisprecher Philipp Haßlinger.

apa

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