Bonvin Clivaz räumte ein, dass es „keine Entschuldigung dafür gibt, keine Entschuldigung ausgesprochen zu haben“, und betonte, man stehe heute klar an der Seite der Opfer und ihrer Angehörigen.
Zugleich räumte sie Versäumnisse bei den Kontrollen ein: Diese seien nicht durchgeführt worden, dafür übernehme die Gemeinde die Verantwortung. Die endgültige Klärung liege jedoch bei der laufenden Untersuchung.
Die Aussagen folgen auf heftige Kritik an Bürgermeister Nicolas Féraud, der nach der Tragödie zunächst keine Entschuldigung an die Opfer gerichtet hatte.
Inzwischen habe man sämtliche Unterlagen aus den Archiven gesichert, ausgewertet und den Ermittlern vollständig übergeben. Innerhalb weniger Stunden habe die Gemeinde gezwungenermaßen rund 60 Jahre Geschichte rekonstruieren müssen – dies sei mit der nötigen Ernsthaftigkeit und dem klaren Willen zur Transparenz geschehen.
Rücktritte noch kein Thema
Entscheidend sei nun, die Arbeit der Untersuchung abzuwarten und vollständig aufzuklären, was geschehen sei – bis dahin befasse man sich nicht mit etwaigen Rücktritten in der Gemeindeverwaltung, sagte die Vizebürgermeisterin.Bereits gestern veröffentlichte die Gemeindeverwaltung von Crans-Montana eine Pressemitteilung mit dem Titel „La Commune de Crans-Montana demande pardon“ (Die Gemeinde Crans-Montana bittet um Vergebung, Übers. d. Red.).

