Sterblichkeitsrate weniger als ein Prozent
Laut Rojas Alvarez beträgt die Sterblichkeitsrate weniger als ein Prozent, doch „bei Millionen von Fällen kann dieses eine Prozent Tausende von Todesfällen bedeuten“.2004 und 2005 war es bereits zu einer großen Epidemie in Inselstaaten des Indischen Ozeans gekommen, bei der rund eine halbe Million Menschen erkrankte. „Heute beobachtet die WHO das gleiche Muster“, erklärte die WHO-Sprecherin. Das Virus breite sich im Indischen Ozean aus, aber auch in Madagaskar, Somalia und Kenia sowie in Südasien.
Zuletzt berichtete das Robert-Koch-Institut von einem Chikungunya-Fall in Frankreich nahe der deutsch-französischen Grenze, wo ein Mensch offenbar durch den Stich einer infizierten Mücke direkt infiziert wurde, also die Erkrankung nicht von einer Reise mitbrachte.
Den Experten zufolge sind auch in Deutschland die Bedingungen für solche Fälle gegeben, etwa durch hohe Temperaturen und Vorkommen der Asiatischen Tigermücke, einer potenziellen Überträgerin von Chikungunya. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfahl Anfang Juli erstmals eine Reiseimpfung gegen Chikungunya.

