Freitag, 30. Mai 2025

Wintertourismus: Zahlen steigen – Aufenthaltsdauer stabil

Mehr Gäste, stabile Aufenthaltsdauer, starke Zahlen: Die neue ASTAT-Statistik zeigt, dass Südtirols Tourismus im Winterhalbjahr 24/25 insgesamt auf Erfolgskurs liegt – vor allem im 3-Sterne-Segment. Doch nicht alle Regionen profitieren gleichermaßen, und kleinere Familienbetriebe geraten zunehmend unter Druck. Landesrat Walcher sieht in der Qualität, Leidenschaft – und einer besseren Bahnanbindung – den Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft.

Im Winterhalbjahr sind die Übernachtungen in ganz Südtirol gestiegen, allerdings je nach Tourismusregion unterschiedlich stark. - Foto: © IDM Südtirol/Manuel Kottersteger


Das Landesstatistikinstitut ASTAT hat am 30. Mai die aktuellen Zahlen zur touristischen Entwicklung im Winterhalbjahr 2024/25 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Übernachtungen in allen Landesteilen Südtirols und vor allem in Betrieben mit 3 Sternen zugenommen haben.

„Besonders erfreulich ist der Umstand, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben ist und auch der Anteil der Gäste aus Deutschland mit 39,5 Prozent und den anderen italienischen Regionen mit 28,8 Prozent hoch bleibt. Dies zeigt, dass wir unsere Betriebe mit ihrem Angebot und der Qualität der Dienste auf einen treuen Gästestamm bauen können“, betont der Landesrat für Tourismus, Luis Walcher und ergänzt: „Wir können auf viele Touristikerinnen und Touristiker aus Leidenschaft bauen, die diese Leidenschaft auch an folgende Generationen weitergeben. Dieser Fleiß kommt schließlich auch unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft als Ganzes zugute.“

Kleiner Familienbetriebe unter Druck

Auch wenn die Entwicklung insgesamt positiv ausfällt, zeigen sich dabei deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Südtiroler Tourismusregionen: Nicht alle Gebiete profitieren gleichermaßen vom Aufschwung, in manchen verläuft das Wachstum verhaltener. In Bezug auf die Unterkunftskategorien bleibt das 3-Sterne-Segment zahlenmäßig am stärksten vertreten, auch wenn hier bei den Übernachtungen ein Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde.

Im Allgemeinen geht aus der Statistik hervor, dass viele kleinere Familienbetriebe im 2- bis 3-Sterne-Bereich weiterhin unter Druck stehen. Campingplätze und Urlaub auf dem Bauernhof hingegen konnten ein Plus verzeichnen. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Tourismus in Südtirol breit aufgestellt ist,“ unterstreicht der Landesrat für Tourismus.
Für viele Gäste zählt neben der Qualität der Dienste auch die gute, nachhaltige Erreichbarkeit zu Kriterien für die Wahl des Urlaubsziels. “Gerade deshalb ist es wichtig, vor allem auf die Schiene und auf den Ausbau der Zugverbindungen zu setzen„, ist Walcher überzeugt.

lpa

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