Donnerstag, 1. Mai 2025

Zivildiener als Kurier für Insassen? Verdacht im Innsbrucker Gefängnis

Ein Zivildiener soll als Kurier für Insassen der Justizanstalt Innsbruck fungiert haben und ihnen unter anderem ein Mobiltelefon beschafft habe – der junge Mann hat laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ mittlerweile seinen Dienstplatz verloren.

Ein Zivildiener soll als Handy-Kurier für die Insassen der Justizanstalt Innmsbruck fungiert haben – das Justizministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Kronen Zeitung“. - Foto: © APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER


Die Angelegenheit kam laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) ans Licht, nachdem es vor Wochen im Nachtdienst zu einer Schlägerei unter Insassen gekommen war, die - wie der Zivildiener - in der Beamtenküche arbeiteten.

Während der Auseinandersetzung sei das Gerücht entstanden, dass ein verbotenes Smartphone in der Küche existiere, welches bei der Kontrolle tatsächlich gefunden wurde.

Der als Auslöser der Rauferei identifizierte Insasse wurde umgehend von seinem Dienst versetzt. An seiner neuen anstaltsinternen Stelle soll er schließlich gestanden haben, dass der Zivildiener, der seit Monaten in der Beamtenküche half, das Handy eingeschmuggelt habe.

Auch Ladegeräte, USB-Sticks mit Musik und AirPods illegal in die Anstalt gebracht

Neben dem Telefon hat er auch Ladegeräte, USB-Sticks mit Musik und AirPods illegal in die Anstalt gebracht, wie das Justizministerium gegenüber der APA den Bericht des Blattes bestätigte. Vonseiten der Justizanstalt wurde der Vorfall an die Zivildienstbehörde gemeldet. Der Zivildiener ist inzwischen nicht mehr in der Justizanstalt tätig.

apa

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