Dienstag, 3. Februar 2026

Zivilschutz: Besser vorbereitet auf Extremereignisse

Künftig besser vorbereitet auf Extremwetterereignisse, das EU-Projekt X-RISK-CC soll es möglich machen: Nach insgesamt drei Jahren wird es nun in diesen Tagen abgeschlossen.

Ende Oktober 2018 traf das Sturmtief Vaia Südtirol und verursachte Schäden auf einer Waldfläche von rund 6000 Hektar. - Foto: © LPA


Umgang mit Extremwetterereignissen auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Zusammenarbeit von Behörden mit Forschungseinrichtungen, alpenweite Zusammenarbeit, Aktionsprogramm, Infoveranstaltungen in den Gemeinden zu Warnung, Alarmierung und Zivilschutzplanung: All diese Aspekte umfasst das EU-Projekt X-RISK-CC.

„Im Rahmen des Projekts konnten wir in den vergangenen drei Jahren wertvolle Erfahrungen zur Weiterentwicklung des Managements von Risiken aus Naturgefahren in Südtirol sammeln. Insbesondere durch partizipative Prozesse, praktische Anwendungen in den Pilotgebieten sowie mehreren thematischen Workshops mit lokalen und regionalen Akteuren“, berichtet der Direktor des Landeswarnzentrums, Willigis Gallmetzer: „Durch diese partizipativen Prozesse haben wir nicht nur inhaltliche Erkenntnisse gewonnen, sondern auch viel darüber gelernt, wie solche Formate erfolgreich geplant, moderiert und begleitet werden können.“

Im Vorjahr standen Gemeinde-Infoveranstaltungen auf dem Programm. „Es waren Info-Veranstaltungen für die Gemeinden mit Bürgermeistern, Gemeindevertretern, Zivilschutzreferenten, auch mit Feuerwehrkommandanten, die bei den Gemeinden sehr gut angekommen sind“, erläutert Gallmetzer. Themen waren das Warnsystem und das Alarmierungssystem, der Landeszivilschutzplan und die Weiterentwicklung der Zivilschutzplanung auf Landes- und Gemeindeebene. Insgesamt beteiligten sich an den 20 Veranstaltungen 98 Gemeinden.

Berichte zu Vaia und Pflersch erstellt

Nun werden zusammenfassende Berichte für die Studiengebiete Vaia und Pflersch sowie Aktionspläne als Maßnahmenkataloge für die Verbesserung im Umgang mit Extremereignissen erstellt. Diese gemeinsam abgestimmten Maßnahmenkataloge sind ein wesentliches und vor allem konkretes Ergebnis des Projektes.

Diese Projektergebnisse werden auch den Gemeinden Brenner, Welschnofen, Deutschnofen und Aldein in einer Videokonferenz zum Abschluss vorgestellt. Konkret geht es bei den Maßnahmen etwa um die Entwicklung und Erstellung eines Frühwarnsystems für Gewitter, regelmäßigen und standardisierten Debriefings nach Naturereignissen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Risikokommunikation an vulnerable Personengruppen.

lpa

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