Freitag, 13. Februar 2026

Er ist der neue Direktor des Teatro Stabile

Ich stieg gerade die Stufen zum Studio Theater hinunter, als ich den scheidenden Intendanten des Teatro Stabile von Bozen, Walter Zambaldi, begegne. Er lächelte, schien glücklich. Gestern Abend fand dort die Uraufführung des Stückes „Guarda le luci, amore mio“ statt – Theateradaption des Romans von Nobelpreisträgerin Annie Ernaux mit den zwei großartigen Schauspielerinnen Valeria Solarino und Silvia Gallerano. Fast zwei Stunden später schalte ich mein Handy wieder an und lese: Der neue Intendant für das Stabile steht fest. Jetzt verstehe ich das Grinsen von Zambaldi.

Der 40-jährige Theatermann Andrea Cerri hat ein beachtliches Curriculum aufzuweisen.

Von Eva Maria Bernhard

„Der Verwaltungsrat des Teatro Stabile von Bozen hat unter dem Vorsitz von Francesco Palermo und bestehend aus Simonetta Nardin, Sergio Bonagura, Elena D'Addio und Ilaria Riccioni Andrea Cerri zum neuen Direktor ernannt“, steht da geschrieben. Unter den zwanzig eingegangenen Bewerbungen entsprach sein Profil am meisten den Anforderungen der Ausschreibung.

Cerri ist Direktor des Centro di Produzione Teatrale in La Spezia, Präsident von Agis Liguria, künstlerischer Leiter und Kulturmanager mit einer akademischen Ausbildung im sozioökonomischen und managementbezogenen Bereich und über fünfzehnjähriger Erfahrung in der Leitung von Einrichtungen, Strukturen und Projekten im Bereich der darstellenden Künste.

Er zeichnet sich aus durch eine ausgeprägte Innovationsfähigkeit, sein Augenmerk auf weitreichende und multidisziplinäre Kulturprojekte, die Suche nach neuen Zielgruppen und den Aufbau eines territorialen, nationalen und internationalen Netzwerks. Cerri legt den Schwerpunkt auf die Produktions- und Residenztätigkeit, die solide und kontinuierliche Weiterentwicklung der von ihm geleiteten Einrichtungen und den Aufbau institutioneller Beziehungen.

Der Verwaltungsrat hatte sich zur Findung des neuen oder der neuen Intendanten/Intendantin der Mitarbeit einer eigens eingesetzten Bewertungskommission bedient, die aufgrund ihrer qualifizierten Kompetenzen im Verwaltungs- und Managementbereich im Kultursektor ausgewählt wurde und sich aus Marco Bernardi, Paolo Valerio, Sabrina Michielli, Marisa Giurdanella und Walter Zambaldi selbst zusammensetzte.

„Cerri entspricht ganz unseren Anforderungen. Er wurde einstimmig gewählt“, sagte mir Zambaldi noch schnell am Ausgang des Studio Theaters und verschwand. Denn er musste sich dem gestrigen Premierenpublikum widmen.

„Der 40-Jährige verfügt über die erforderliche Erfahrung für diese Position und den nötigen Elan, um die vom Teatro Stabile von Bozen betreuten Projekte auf dem bereits eingeschlagenen Weg fortzusetzen und möglicherweise neu zu beleben“, ließ Francesco Palermo, Präsident des Teatro Stabile verlauten.

„Das Profil von Andrea Cerri steht zudem im Einklang mit der Tradition des Teatro Stabile, auf die Ernennung von aufstrebenden und talentierten Direktoren zu setzen: Fantasio Piccoli (33 Jahre), Maurizio Scaparro (37 Jahre), Marco Bernardi (25 Jahre) und Walter Zambaldi (39 Jahre).“

eva

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