In den Tagen nach der Ankündigung der Dion-Auftritte in Paris stieg die Zahl der Übernachtungsanfragen rund um die Konzerttermine auf der Hotelbuchungsplattform Booking.com um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Hotelkette Adagio, die mehrere Hotels nahe der Konzerthalle Défense Arena betreibt, verzeichnete gar einen Buchungsanstieg um 400 Prozent.
„Große Musikereignisse sind gute Anlässe für Reisen“, erklärt Vanessa Heydorff, Frankreich-Chefin von Booking.com. Sie sieht darin ein Beispiel für den Trend zum „Gig-Tripping“, also für Urlaubstrips rund um Konzertbesuche.
Ein Drittel der Céline-Dion-Konzertbesucher dürfte laut den Prognosen der Experten aus dem Ausland kommen - und damit besonders viel Geld in der französischen Hauptstadt lassen. „Wenn ein Bewohner der Region Paris beim Konzertbesuch 200 Euro ausgibt, sind es bei jemandem aus der französischen Provinz schon 500 und bei einem Gast aus dem Ausland 1.200 Euro“, sagt Didier Arino vom Beratungsunternehmen Protourisme. „Das wird Paris gut tun“, freut er sich - angesichts der zahlreichen Krisen in der Welt sind die Buchungszahlen der Hotels derzeit niedriger als üblich.
Konzerte nach kurzer Zeit ausverkauft
Der offizielle Ticketverkauf für die Dion-Konzerte dauerte am Freitag nur wenige Stunden, alle 16 Termine waren nach kurzer Zeit ausverkauft. Die 58-Jährige hatte 2019 ihre letzte Tournee wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. 2022 gab sie bekannt, dass sie an der unheilbaren Autoimmunkrankheit Stiff-Person-Syndrom leidet, die mit Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Muskelkrämpfen einhergeht.2024 überraschte Dion dann mit einem Auftritt auf der ersten Etage des Eiffelturms zum Abschluss der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele, wo sie den Edith-Piaf-Klassiker „Hymne à l'amour“ sang. Den Eiffelturm nutzte sie auch Ende März, um mit einer Lichtshow und Ausschnitten ihrer bekanntesten Songs ihr Comeback auf die Konzertbühne anzukündigen.

