Frontmann Emanuele Colombi kann den genauen Beginn der Band kaum festmachen. „Sie gibt es schon ewig. Ursprünglich geht sie zurück auf Helmuth Thaler von Helli & Friends. Ich bin seit 2017 dabei, aber lange haben wir uns nur ab und an zu Jam-Sessions getroffen. Das war nichts Verbindliches“, erzählt Colombi, der auch Sänger der Laeds ist.
Ein Schicksalsschlag, der vieles veränderte
Ausgerechnet das tragische Unglück von Thaler vor vier Jahren brachte die Musiker von Blackout enger zusammen. Für das „Helli Memorial Concert“ in Bruneck bereitete sich die Band intensiv vor – „ein Auftritt, der zum entscheidenden Wow-Moment wurde“, so Colombi.Danach war klar: Das Projekt wird weiterentwickelt. Trotz aller logistischen Herausforderungen. „Wir schauen, dass wir uns einmal im Monat im Proberaum in Brixen treffen“, sagt Colombi. „Die Musiker kommen aus ganz Südtirol, aber auch von außerhalb – einer reist aus Graz an, ein anderer aus Venedig.“
Südtiroler Erben des Funk
Eindeutig ist die musikalische Heimat von Blackout: der Funk. Colombi spricht selbstbewusst von der „neuen Funksensation aus Südtirol“. Das Genre entstand Ende der 1960er-Jahre in den afroamerikanischen Communities der USA, als Künstler wie James Brown, Sly & The Family Stone oder Parliament-Funkadelic Soul und Jazz mit treibenden Basslinien, markanten Bläsern und hypnotischen Grooves verbanden. Diese Energie, die einst die Clubs in New Orleans und Detroit zum Kochen brachte, bringt Blackout zu uns nach Südtirol – in zeitgemäßem Gewand. Für den modernen Touch sorgt nicht zuletzt Colombis leicht „indie-rockige“ Lead-Stimme.„Keiner soll still sitzen bleiben“
Inhaltlich gehe es bei Blackout vor allem um Leichtigkeit, betont der Frontmann: „Unser Ziel ist, dass keiner still sitzen bleibt – oder besser: gar nicht still sitzen kann, weil die Beine von alleine zu wippen beginnen.“Die neue Veröffentlichung „The Best for Me“ sei die erste Produktion, die die Band wirklich professionell angegangen sei – inklusive Musikvideo und allem Drum und Dran. Aufgenommen wurde der Song im Newport Studio in St. Lorenzen, mit weiteren Sessions bei Robert Neumair (Bläser) und Marcel Rainer (Gitarren). Den Mix übernahm Armin Rainer, das Mastering der Berliner Sascha „Busy“ Bühren, der bereits für Seeed und Jan Delay an den Reglern saß.

