Wissen erhalten – Zukunft sichern
Einig war man sich auf der Fachtagung, dass Ehrenamt und Generationenwechsel derzeit viele Museen in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino vor Herausforderungen stellen: Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement hat zahlreiche regionale Museen aufgebaut, nun fehle besonders den kleineren Museen oft der Nachwuchs.Auf die Bedeutung des Ehrenamts wies Tirols Landeshauptmann Anton Mattle hin: „Ohne die vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre die Museumsarbeit in Tirol nicht denkbar. Sie sind das Rückgrat zahlreicher Einrichtungen, insbesondere in ländlichen Regionen, wo ihr Engagement dieses kulturelle Angebot erst möglich macht.“
In Videobotschaften verwiesen Südtirols Museumslandesrat Philipp Achammer und die Trentiner Kulturlandesrätin Francesca Gerosa auf die Bedeutung privater und öffentlicher Museen.
Achammer: „Freie, unabhängige Museen sind zentral“
„Andernorts in der Welt wird Geschichte in Museen umgeschrieben, um einem gewissen Zweck zu dienen. Für uns sind freie, unabhängige Museen zentral!“, sagte Achammer: „Es ist wichtig, den Generationenwechsel zu bewältigen, damit wir dank musealer Arbeit auch künftig aus der Geschichte lernen und neue Perspektiven entdecken können.“Landesrätin Gerosa nannte die „Zusammenarbeit“ das „Herz des Euregio-Museumsjahrs: Nur gemeinsam konnten wir ein außerordentliches Kulturangebot schaffen. Nur gemeinsam können wir gegenwärtige Herausforderungen meistern und eine fruchtbare Zukunft für die Euregio-Museumswelt planen.“
Der Museumstag beleuchtete in Vorträgen, Diskussionen und Praxisbeispielen, wie Wissenstransfer funktioniert, Konflikte vermieden und junge Menschen für Museumsarbeit begeistert werden können. Diskutiert wurden Organisationsformen, das Zusammenspiel von Ehrenamt und professioneller Beschäftigung sowie begleitende Maßnahmen zur Übergabe von Verantwortung.

