Auch um mehrere Drehbücher tobte ein heißer Bieterstreit. Ein mit 300 Dollar veranschlagtes Skript für das von Lynch nie vollendete Filmprojekt „Ronnie Rocket“ erzielte 195.000 Dollar. Ein Drehbuch für den Film „Mulholland Drive“ aus dem Jahr 2001 brachte 104.000 Dollar ein. Unter den vielen Stücken, die in Los Angeles versteigert wurden, waren zudem Musikinstrumente, Platten, Möbel, Kunstobjekte und Mal-Utensilien aus dem Atelier des Multitalents.
Lynch war durch die TV-Serie „Twin Peaks“ sowie Kultfilme wie „Wild at Heart“ und „Blue Velvet“ bekanntgeworden. Im Jänner starb er mit 78 Jahren. Der langjährige Raucher hatte an einem Lungenemphysem gelitten.
Als Regisseur und Drehbuchautor wurde Lynch viermal für einen Oscar nominiert, doch im Wettbewerb ging er immer leer aus. Die Filmakademie verlieh ihm 2019 schließlich einen Ehren-Oscar. Für seine künstlerische Vision habe er „angstlos“ Grenzen überschritten, hieß es zur Begründung.

