Freitag, 3. April 2026

Wiederentdeckter Klimt zurück in Italien

Das 2019 wiederaufgetauchte Klimt-Gemälde „Bildnis einer Frau“ ist in die Räume der Kunstgalerie Ricci Oddi in Piacenza zurückgekehrt, nachdem es bis zum 22. März im My Art Museum in Seoul im Rahmen der Ausstellung „The Miracle of Klimt and Other Treasures“ gezeigt worden war.

Das wiedergefundene „Bildnis einer Frau“ im Jahr 2019. - Foto: © APA/POLIZIA MUNICIPALE DI PIACENZA / UNBEKANNT

Das Werk, eines der bedeutendsten der Sammlung, nimmt nun wieder seinen Platz ein - kurz bevor sich die Galerie ab dem 28. April nach einer umfassenden Renovierung und Neugestaltung neu präsentiert.

Die Direktorin der Galerie, Lucia Pini, bezeichnete die Rückkehr des Gemäldes als einen Moment symbolischer Bedeutung, da sie mit der Erneuerung des Museums und einer aktualisierten Vorstellung der Sammlung zusammenfällt. Das Bild gilt als eines der zentralen Werke des Museums und steht exemplarisch für dessen künstlerischen Reichtum.

Besondere Bekanntheit erlangte das Porträt durch seine außergewöhnliche Geschichte: Es wurde am 22. Februar 1997 aus der Galerie gestohlen - unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen – und erst am 10. Dezember 2019 wiederentdeckt, als es bei Gartenarbeiten in einer Mauernische auf dem Museumsgelände versteckt gefunden wurde. Seitdem gilt seine Rückkehr als eine der spektakulärsten Wiederauffindungen eines Kunstwerks in Italien.

Klimt schuf das Bild in seinen letzten Lebensjahren. Es ist Teil einer Serie von Damenporträts. Das zwischen 1916 und 1917 entstandene Gemälde zeigt Gesicht und Torso einer jungen Frau mit braunem Haar vor grünem Hintergrund. Die Galerie schätzt den Wert des Bildes auf 60 bis 100 Millionen Euro.

apa

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