Dienstag, 3. März 2026

Mölten auf Kurs Richtung Klimaneutralität

Beinahe tagtäglich belegen Ereignisse aus aller Welt das Fortschreiten des Klimawandels und mittlerweile ist uns allen klar, dass wir nur alle gemeinsam der globalen Erderwärmung entgegenwirken können. Dazu müssen Treibhausgasemissionen reduziert werden, was durch einen effizient...

Mölten auf Kurs Richtung Klimaneutralität - Foto: © Gemeinde Mölten

Beinahe tagtäglich belegen Ereignisse aus aller Welt das Fortschreiten des Klimawandels und mittlerweile ist uns allen klar, dass wir nur alle gemeinsam der globalen Erderwärmung entgegenwirken können. Dazu müssen Treibhausgasemissionen reduziert werden, was durch einen effizienteren Energieverbrauch und den Einsatz erneuerbarer Energieträger bewirkt werden kann. 


Südtirol hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Auch die Gemeinde Mölten orientiert sich an diesem Ziel und hat am 29. Juli 2025 gemeinsam mit anderen Gemeinden aus der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern offiziell den Startschuss (Kick-Off) für die Ausarbeitung ihres Klimaplans gegeben. Gemeinsam mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige wird seither strukturiert und zielgerichtet an diesem wichtigen Zukunftsdokument gearbeitet. Ziel dieses Plans ist es, die aktuelle Situation der Gemeinde in Bezug auf Energieverbrauch und den Einsatz erneuerbarer Energien zu erfassen und Maßnahmen zum Klimaschutz zu definieren. Der Klimaplan umfasst zudem Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, um auf dessen Folgen – wie etwa Starkregenereignisse oder Dürreperioden, die wir bereits heute erleben – angemessen reagieren zu können.

Ein bedeutender Meilenstein wurde bereits im Dezember 2025 erreicht: Im Rahmen eines Workshops mit lokalen Akteur:innen wurde eine erste Version des Basisemissionsinventars präsentiert. Dieses Inventar basiert auf den erhobenen Energiedaten des Bezugsjahres 2022 und zeigt auf, wie hoch der Energieverbrauch im Gemeindegebiet war und welche Emissionen daraus entstanden sind. Aktuell arbeitet das Ökoinstitut an einem ersten Entwurf des Maßnahmenkatalogs zum Klimaschutz. Parallel dazu befindet sich auch die Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse im Bereich der Klimawandelanpassung in Ausarbeitung. Diese Analyse untersucht, wie stark Mölten von Klimafolgen wie Starkregen, Hitzeperioden oder Trockenheit betroffen ist und welche Anpassungsmaßnahmen sinnvoll und notwendig sind. Alle Zwischenschritte und -ergebnisse werden regelmäßig mit dem Team vor Ort in der Gemeinde besprochen, um eine enge Abstimmung und praxisnahe Lösungen sicherzustellen.

Mit dem Beginn des Klimaplan-Prozesses nimmt die Gemeinde seit 2025 auch am Programm KlimaGemeinde Light teil. Der Schwerpunkt dieses Programms liegt auf der jährlichen Erfassung der Energieverbrauchsdaten der gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen sowie auf einem strukturierten Monitoring. Der Klimaplan geht darüber hinaus: Er analysiert die Energiedaten des gesamten Gemeindegebiets, definiert Reduktionsziele und konkrete Maßnahmen und integriert die Ergebnisse des bereits durchgeführten Stakeholder-Workshops, wo über Themen wie nachhaltige Mobilität, Tourismus, Energie und Wohnen sowie Land- und Forstwirtschaft diskutiert wurde. Diese Maßnahmen ergeben zusammen einen Maßnahmenkatalog, der eine wichtige Grundlage des Klimaplans bildet und an dem sich schließlich auch das KlimaGemeinde Light Programm orientiert. 

Die Maßnahmen des Klimaplans berücksichtigen insbesondere folgende Aspekte:

Maximierung der Energieeffizienz und Erschließung des vorhandenen Einsparpotentials in den gemeindeeigenen Gebäuden sowie Sensibilisierung und Förderung entsprechender Maßnahmen auch in anderen Sektoren (z. B. privater und tertiärer Sektor);

Senkung der CO2-Emissionen im gesamten Gemeindegebiet;

Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen im gesamten Gemeindegebiet;

Einschränkung der Lichtverschmutzung;

Monitoring.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit wurde bereits Anfang 2025 gesetzt: Gemeinsam mit den Tourismusvereinen Hafling-Vöran-Meran 2000 und Jenesien ist Mölten seitdem GSTC-zertifiziert (nachhaltige Destination nach Kriterien des Global Sustainable Tourism Council). Mit dem Klimaplan und dem Programm KlimaGemeinde Light wird dieser eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt und vertieft. 

Abschließend sei betont: Der Klimaplan ist kein Papier für die Schublade, sondern ein Wegweiser für die künftige Entwicklung der Gemeinde – ein lebendiges Dokument, das kontinuierlich umgesetzt und im Sinne der Gemeinde weiterentwickelt wird. Damit dies gelingt, braucht es das Engagement und die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger.




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