Erster Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des Stiftungsvorhabens für begleitetes Wohnen in Bruneck Stadt, ein Projekt, das neue Wohnformen in Bruneck gewährleistet.
Keine Mehrheit fand der Beschlussantrag des Team K, mit dem gefordert wurde, den Konzessionsvertrag mit dem Tourismusverein Bruneck für die Räumlichkeiten in der Mittelschule Karl Meusburger nicht mehr zu verlängern und stattdessen die Räume der Schule zur Verfügung zu stellen. Bildungsstadträtin Julia Engl stellte klar, dass es aktuell keinen akuten zusätzlichen Raumbedarf in der Mittelschule Meusburger gebe.
Kehrerbrücke
Mit zwei Enthaltungen angenommen wurde hingegen der Beschlussantrag der Ratsmitglieder der Süd-Tiroler Freiheit, des Team K und eines Teils der Grünen Ratsfraktion, der die Entfernung faschistischer Symbole an der Kehrerbrücke zum Inhalt hatte.
Die Mitglieder des Gemeinderates haben sich in dieser Thematik mit zwei Experten, dem Historiker Stefan Lechner und dem Stadtarchivar Andreas Oberhofer beraten. Die Symbole werden an der neuen Brücke nicht mehr angebracht. Sie werden in einem Museum Platz finden. An der Brücke wird stattdessen ein friedenstiftender Spruch angebracht, der, so der Wortlaut des Beschlussantrages: „die gemeinsamen Werte des Zusammenlebens, der Freiheit und des Respekts zwischen den Sprachgruppen in Südtirol zum Ausdruck bringt.“
Speicherbecken am Kronplatz
Kontrovers diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Umweltaspekte, wurden die zwei Beschlussvorlagen, welche die Abänderung des Bauleitplans und des Gefahrenzonenplans zur Eintragung eines Sondernutzungsgebietes für ein Speicherbecken im Kronplatzgebiet zum Inhalt hatten. Schließlich wurde die Abänderung des Bauleitplans mit 14 Ja-Stimmen, neun Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen, jene des Gefahrenzonenplans mit 15 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und acht Enthaltungen.
Abänderung Gemeindebauordnung
Einstimmig angenommen wurde die Abänderung der Gemeindebauordnung, die eine Abweichung von der vorgesehenen Mindestnettofläche von zu errichtenden Wohnungen betrifft. Kleinere Wohnung werden somit für Wohnformen mit besonderem sozialem Bedarf möglich, beispielsweise für SeniorInnen, StudentInnen oder Menschen mit Beeinträchtigung. Die soziale Nutzung muss für mindestens 30 Jahre gewährleistet sein.
Zusätzliche Kita-Plätze
Der Gemeinderat hat weiters einer Vereinbarung mit der Gemeinde Percha zugestimmt, durch die in der Kindertagesstätte in Percha fünf Betreuungsplätze von Brunecker Kindern genutzt werden können.
Rechnungsprüfer der Fraktionen
Folgende Personen wurden einstimmig zu RechnungsprüferInnen für die Abschlussrechnungen 2025 - 2027 der Eigenverwaltungen bürgerlicher Nutzungsrechte ernannt:
Bruneck Ort: Ruth Volgger, Jasmin Huber, Christian Aversa
Aufhofen: Agnes Schuster, Luis Anton Winkler, Martin Winkler
Dietenheim: Daniel Felder, Markus Seiwald, Lothar Passler
Reischach: Doris Lanz Schramm, Evelyn Unterpertinger, Anton Kronbichler (Senner)
St. Georgen: Paul Raffin, Lukas Neumair, Martin Auer
Stegen: Renate Oberhammer, Anton Niederkofler, Martin Mutschlechner
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