Dienstag, 24. März 2026

Militärareal „Enrico Federico“: Sanierung innerhalb Herbst 2027

Die Landesverwaltung hat die finanziellen Mittel für den Abbruch der ehemaligen Kaserne „Enrico Federico“ sowie für die Bodensanierung vorgesehen. Aufgrund der hohen Komplexität der Arbeiten wird deren Abschluss nach aktuellen Informationen erst im Herbst 2027 erwartet.Diese zeit...

Militärareal „Enrico Federico“: Sanierung innerhalb Herbst 2027 - Foto: © Stadtgemeinde Bruneck

Die Landesverwaltung hat die finanziellen Mittel für den Abbruch der ehemaligen Kaserne „Enrico Federico“ sowie für die Bodensanierung vorgesehen. Aufgrund der hohen Komplexität der Arbeiten wird deren Abschluss nach aktuellen Informationen erst im Herbst 2027 erwartet.

Diese zeitliche Verschiebung wirkt sich auch auf die weitere Entwicklung der geplanten Wohnbauzone aus. Insbesondere verzögert sich dadurch die Möglichkeit der Gemeinde, Grundstücke für den geförderten Wohnbau zuzuweisen. Es können daher ausschließlich jene Gesuche berücksichtigt werden, die im Jahr 2027 eingereicht werden und nicht frühere Anträge. Allerdings hat für die Gemeindeverwaltung die fachgerechte Durchführung der Sanierungsarbeiten oberste Priorität. „Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern Bauflächen zuweisen, die frei von Altlasten und vollständig sauber sind“, betont Bürgermeister Bruno Wolf.

Parallel dazu führt die Gemeinde Gespräche mit verschiedenen Partnern über alternative Bauformen. Unter anderem stehen der Unternehmerverband sowie die Raiffeisenkasse Bruneck als mögliche Träger für den gemeinnützigen Wohnbau im Fokus. „Auf diesen Flächen sollen nämlich auch Wohnungen entstehen, die zu einem begünstigten Mietzins angeboten werden“, erklärt Stadtrat Lukas Neumair, in dessen Zuständigkeitsbereich der Wohnbau fällt.

Die Entwicklung der neuen Bauzone erfolgt schrittweise in voraussichtlich drei Baulosen:

  • erstes Baulos: vorgesehen für geförderten und gemeinnützigen Wohnbau
  • zweites Baulos: geplant für Wohnungen des Instituts für den sozialen Wohnbau sowie Einheiten mit Preisbindung
  • drittes Baulos: langfristige Entwicklung je nach Bedarf

Auch innovative Ansätze im Bereich des kostengünstigen Bauens sollen in der Zone umgesetzt werden. „Wir möchten bewusst neue Wege gehen und Rahmenbedingungen schaffen, die leistbares Bauen ermöglichen“, so der Stadtrat für Gemeindeentwicklung Hannes Niederkofler. Konkret soll die Reduzierung der aktuell zwei verpflichtenden Autostellplätze pro Wohnung vorgesehen werden. „Das trägt nicht nur zur Senkung der Baukosten bei, sondern unterstützt auch nachhaltige die Reduzierung des Individualverkehrs“, ergänzt Niederkofler. Durch das angrenzende Mobilitätszentrum sowie die gute Anbindung an Fuß- und Radwege wird es den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern erleichtert, auf ein eigenes Auto zu verzichten oder dieses zumindest seltener zu nutzen.

Abschließend unterstreicht Bürgermeister Bruno Wolf die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung: „Die Zukunft der Stadt Bruneck liegt auch in dieser neuen Wohnbauzone – selbst wenn sich die Zeitplanung nun nach hinten verschiebt. Entscheidend ist, dass wir langfristig qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum schaffen.“




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