Freitag, 13. Februar 2026

Lucky Mile: Der Rap-Patissier aus Passeier

Die Passeirer Rap-Szene hat Zuwachs bekommen: Lucky Mile. Mit seiner neuen Single ruft er – so schlicht wie treffend – zu mehr Respekt im täglichen Miteinander auf. Und das erstmals im Dialekt.

Lukas Pixner ist unter seinem Künstlernamen Lucky Mile bekannt. - Video: stol

Im Hauptberuf feilt er im Fünf-Sterne-Hotel an Dessertkreationen, in seiner Freizeit an Reimen und Hooks: Lucky Mile heißt bürgerlich Lukas Pixner. Die Musik ist sein Ausgleich zum fordernden Job als Patissier – und längst mehr als nur ein Zeitvertreib. „Ich liebe es, Musik zu machen“, sagt er.

Mit 18 Jahren begann Pixner, inspiriert von Genre-Größen wie Eminem und anderen, erste Songzeilen zu schreiben. „Über Erfahrungen und Beobachtungen aus meinem Leben und aus dem direkten Umfeld.“ Seine erste eigene Nummer veröffentlichte der heute Anfang 30-Jährige allerdings erst vor zweieinhalb Jahren mit „Make it by yourself“.

Es folgten „About Life“, „Fühle“ und „Unerträglich“. Produziert wird ein Großteil seiner Songs gemeinsam mit Deltaz aus dem Sarntal, der ihn seit Längerem begleitet. Seine Musik beschreibt Lucky Mile selbst mit drei Worten: „ehrlich, gefühlvoll, nachdenklich.“

Mehr Respekt im Alltag

Mit der neuen Single „Zoeg awie Respekt“ zeigt Lucky Mile nun eine weitere Facette seines Schaffens. Zum ersten Mal rappt er so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist – im Dialekt nämlich. „Inhaltlich geht es um Respekt und Augenhöhe, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder sozialem Status.“

Die Botschaft bleibt bewusst einfach: respektvoll miteinander umgehen. Den Refrain übernimmt – wie bereits bei zwei früheren Songs – Nadine Martini, Sängerin aus St. Leonhard in Passeier und Gewinnerin von „Südtirol Supertalent“.

Bewährte Kombination

Die beiden Musiker zeigen damit, wie stimmig Rap und weiblicher Gesang bis heute zusammengehen. Diese Kombination gehört seit den 1980er- und frühen 1990er-Jahren zur DNA des Genres: Der Rap trägt die Geschichte – oft direkt, roh und persönlich –, der gesungene Refrain öffnet einen emotionalen Raum, schafft Wiedererkennung und Nähe.

„Das ist der Stil, der mir am besten gefällt. Dabei will ich bleiben und fleißig weiterschreiben“, sagt er. Und fügt, ganz ohne große Ansprüche, hinzu: „Irgendwann, irgendwie ein Auftritt wäre natürlich auch toll.“

Freitag ist „Backstage“-Tag

Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.

hil

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