Heute ist das für ihn jedoch Schnee von gestern, zumal er gerade dabei ist, ein ganz neues Kapitel aufzuschlagen.
„Ich befinde mich in einer entscheidenden Phase – das erste Album kommt, ich singe und rappe erstmals auf Deutsch und ich konzentriere mich voll und ganz auf die Musik.“ Wie fühlt sich das an? „Sehr, sehr gut.“
Trotz statt Selbstoptimierung
Ein erstes Ausrufezeichen setzt die neue Single „Geht noch dümmer“, die zugleich den Ton für das Debütalbum vorgibt. „Der Song beschreibt etwas, das viele kennen: Überforderung in einer Zeit permanenter Reize, Erwartungen und Selbstoptimierung.“ Alex wählt dafür einen ungewohnten Zugang. Statt besser oder effizienter zu werden, entscheidet sich das lyrische Ich für das Gegenteil. „Es lässt sich „dümmer„ etwas besser aushalten“ – durch Ablenkung, Scrollen, Abschalten.„Geht noch dümmer“ ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Der Song kritisiert den Selbstoptimierungswahn unserer Zeit und formuliert einen stillen Trotz dagegen. „Anstatt mich besser zu machen, mache ich mich dümmer.“ Musikalisch bleibt der Track ernst, fast hart, wird aber von einer feinen Ironie getragen. Überforderung, Müdigkeit, Widerstand – alles schwingt mit, ohne moralischen Zeigefinger.

