Musik war für ihn schon früh Programm. „Mit vier oder fünf Jahren habe ich alles zum Mikrofon gemacht: Kochlöffel, Blumen, egal.“ Im Kinderchor galt er als zu unruhig – ein frühes Indiz dafür, dass Zurückhaltung nicht sein Ausdrucksmittel ist.
Rückkehr der Pop-Ästhetik
Sein Stil ist eine klare Absage an Einordnung. „Ich habe lange nach einem Ort gesucht, der mein Zuhause sein könnte – und bin zum Entschluss gekommen, dass es den nicht gibt.“ Also mischt er sich seine eigene Welt zusammen: inspiriert von Freddie Mercury, Lady Gaga und Michael Jackson, aber ohne sich anzulehnen. Federico versteht sich nicht als reiner Sänger: „Ich tanze, ich habe Tänzer auf der Bühne – it’s always a show!“ Sein Ziel: die Popstar-Ästhetik zurückholen. „Die Amerikaner beanspruchen sie für sich – aber ich kann das auch.“Zu seinen wichtigsten Momenten zählt – neben der „Starmania“-Teilnahme 2021 – die Tour mit Mark Forster durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg: ein Blick hinter die Kulissen des großen Musikbetriebs. Noch prägender war sein Solo-Auftritt beim CSD-Festival in München: 15.000 Menschen am Marienplatz, 40 Minuten Show mit Tanzcrew – „und die sind ausgeflippt.“
„Das Leben feiern“
Mit „Dynamite“ startet Federico musikalisch neu – „frech, sexy, emotional, energetisch“, wie er sagt. „Jeder versucht zu überleben, erfolgreich zu sein, seinen Platz zu finden – und vergisst dabei zu leben.“ Der Song markiert für ihn den Moment, in dem man das Leben wieder mit voller Wucht feiert.Der Sound ist zugänglicher als bisher, ohne die theatralische Note zu verlieren. „Ich wollte herausfinden, wie ich mehr Menschen erreichen kann, ohne mich zu verbiegen.“ Wer „Dynamite“ laut hört, soll sich bewegen, Energie spüren, Selbstbewusstsein tanken – „und am besten direkt auf Wiederholung drücken.

