Freitag, 24. Oktober 2025

Zwischen Jenesien und Berlin, Pop und Drama

Die Welt von Diego Federico ist Pop – aber keiner zum Nebenbei-Hören. Er denkt in Show, Tanz und großen Gesten. Durch „Starmania“ wurde er einem breiteren Publikum bekannt, mit „Dynamite“ zeigt er sich nun bei „Backstage“ neu.

Der Stil von Diego Federico ist eine klare Absage an Einordnung. - Video: stol

Aktuell lebt Federico in Berlin – dort, wo für ihn „die kreativen Kontakte dichter“ sind und sich der Alltag eher wie ein „Berufstraining“ anfühlt, wie er erzählt. Neben seinem Team in Deutschland arbeitet er inzwischen auch mit Produzenten aus Norwegen. Internationalität ist ihm wichtig.

Musik war für ihn schon früh Programm. „Mit vier oder fünf Jahren habe ich alles zum Mikrofon gemacht: Kochlöffel, Blumen, egal.“ Im Kinderchor galt er als zu unruhig – ein frühes Indiz dafür, dass Zurückhaltung nicht sein Ausdrucksmittel ist.

Rückkehr der Pop-Ästhetik

Sein Stil ist eine klare Absage an Einordnung. „Ich habe lange nach einem Ort gesucht, der mein Zuhause sein könnte – und bin zum Entschluss gekommen, dass es den nicht gibt.“ Also mischt er sich seine eigene Welt zusammen: inspiriert von Freddie Mercury, Lady Gaga und Michael Jackson, aber ohne sich anzulehnen. Federico versteht sich nicht als reiner Sänger: „Ich tanze, ich habe Tänzer auf der Bühne – it’s always a show!“ Sein Ziel: die Popstar-Ästhetik zurückholen. „Die Amerikaner beanspruchen sie für sich – aber ich kann das auch.“

Foto: © privat



Zu seinen wichtigsten Momenten zählt – neben der „Starmania“-Teilnahme 2021 – die Tour mit Mark Forster durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg: ein Blick hinter die Kulissen des großen Musikbetriebs. Noch prägender war sein Solo-Auftritt beim CSD-Festival in München: 15.000 Menschen am Marienplatz, 40 Minuten Show mit Tanzcrew – „und die sind ausgeflippt.“

„Das Leben feiern“

Mit „Dynamite“ startet Federico musikalisch neu – „frech, sexy, emotional, energetisch“, wie er sagt. „Jeder versucht zu überleben, erfolgreich zu sein, seinen Platz zu finden – und vergisst dabei zu leben.“ Der Song markiert für ihn den Moment, in dem man das Leben wieder mit voller Wucht feiert.

Der Sound ist zugänglicher als bisher, ohne die theatralische Note zu verlieren. „Ich wollte herausfinden, wie ich mehr Menschen erreichen kann, ohne mich zu verbiegen.“ Wer „Dynamite“ laut hört, soll sich bewegen, Energie spüren, Selbstbewusstsein tanken – „und am besten direkt auf Wiederholung drücken.

Freitag ist „Backstage“-Tag

Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und bei „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.

hil