Existenzielle Fragen
Im Zentrum stehen sechs Freunde, die sich zwischen Tradition und Aufbruch verlieren. Da ist Theresia, die als Musikerin die Welt erobern will, und Nina, der im Dorf die Luft zum Atmen fehlt. Zehn Jahre nach ihrem Abschied führt ein tragischer Verlust – ein Suizid im Freundeskreis – die Gruppe wieder zusammen.„Ein Kern der Geschichte ist das Leben der Künstler in Südtirol: Wer bleibt da, wer geht weg – vielleicht auch, weil er weg muss, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln oder gar zu überleben?“, sagt Doris Warasin, verantwortlich fürs musikalische Einstudieren. Dieser existenzielle Strang zieht sich durch die gesamte Produktion, die mit 17 jungen Talenten besetzt ist. „Sie singen, tanzen und spielen auf einem Niveau, das sicher die obere Kante der Amateurproduktionen in Südtirol markiert“, sagt Warasin.
Am Anfang standen die Songs
Das formale Korsett ist Teil des Reizes. „Dahoam“ ist ein Jukebox-Musical – die Geschichte entstand rund um bereits existierende Songs. „Wir haben zuerst 19 Lieder aus Südtirol ausgewählt und dann darum eine Handlung gebaut“, erklärt Regisseur und Autor Christian Mair. „Die Herausforderung dabei war, Stücke, die nie für die Bühne gedacht waren, in einen stimmigen dramaturgischen Bogen zu bringen. Jeder Südtiroler soll sich in der Erzählung zumindest ein Stück weit wiederfinden können.“Von Aster bis Tempesta
Die Lieder, um die Mair die Geschichte von „Dahoam“ gestrickt hat, stammen ausnahmslos aus Südtirol. Max von Milland trifft auf die Kastelruther Spatzen, Michael Aster auf Mainfelt, Dana Tempesta auf Jason Nussbaumer. Gespielt wird das Ganze live von einer sechsköpfigen Band – mit Lorenzo Scrinzi, Raffaele Barberio, Francesco Carli, Patrick Barba, Gigi Grata und Lena Wenger.„Es ist eine Hommage an die lokale Musikszene, verpackt in eine moderne Coming-of-Age-Story.“ Gespielt wird noch am 18., 19., 24. und 25. April im Kultursaal Eppan, jeweils um 20 Uhr.

