Montag, 16. Februar 2026

Trainieren wie die Olympioniken – per App

Die Winterspiele in Mailand-Cortina sind nicht nur ein sportliches Großereignis für die Profis. Sie sollen auch die breite Bevölkerung in Bewegung bringen. Dazu trägt die kostenlose App „MOVE Active Games“ bei, die von MOVE, einem Spin-off der Uni Padua, in Zusammenarbeit mit „Exercise is Medicine Italy“ und dem Institut für Sport und Bewegungsmedizin der Uni Padua entwickelt wurde. Am Projekt beteiligt ist auch der Sport- und Bewegungsmediziner Prof. Daniel Neunhäuserer aus Olang, der in Padua forscht und lehrt.

Fit werden nicht nur für Biathlon: Eine neue App motiviert dazu.


Die App verbindet die Faszination der Olympischen Spiele mit konkreten Trainingsangeboten für jedermann. Nutzerinnen und Nutzer können die Wettkämpfe interaktiv verfolgen, mehr über Regeln und Besonderheiten der Wintersportarten erfahren – und selbst aktiv werden. Für jede Disziplin – vom Biathlon über Curling bis hin zu Bob und Nordischer Kombination – gibt es kurze Trainingsprogramme, die Kraft, Ausdauer und Koordination verbessern sollen. Die Übungen orientieren sich an der jeweiligen Disziplin, sind mit Videos erklärt, lassen sich auch zu Hause einfach durchführen und benötigen keine aufwendige Ausrüstung.

Unser Ziel ist es, den olympischen Geist in den Alltag der Menschen zu bringen – Bewegung soll für alle leicht zugänglich und motivierend sein.
Prof. Daniel Neunhäuserer


Die Trainingsinhalte wurden von Kinesiologen und Sportmedizinern der Universität Padua erarbeitet. „Unser Ziel ist es, den olympischen Geist in den Alltag der Menschen zu bringen – Bewegung soll für alle leicht zugänglich und motivierend sein“, betont Prof. Neunhäuserer. „Es braucht nicht viel, aber Kontinuität.“ Ein zentrales Credo von ihm und seinem Team ist „Exercise is Medicine“, ein international anerkanntes Konzept, das „Bewegung auf Rezept“ in der medizinischen Versorgung verankern will. Über solche und ähnliche Initiativen soll die Bevölkerung dauerhaft zu einem aktiveren Lebensstil motiviert und Bewegung langfristig in den Alltag integriert werden.

Foto: © kat

Mehr Bewegung – mehr Medaillen

Motivieren soll auch ein spielerisches Belohnungssystem in der App: Wer regelmäßig trainiert, sammelt virtuell Punkte für Medaillen und kann einen Podiumsplatz erreichen. „Der Medaillenspiegel belohnt Training, Aktivitätsminuten und Kalorienverbrauch – je mehr man sich bewegt, desto mehr Medaillen sammelt man. Das motiviert und schafft Anreize“, sagt Prof. Neunhäuserer. Ergänzt wird das Angebot durch Informationen zu Ernährung, Prävention und einem aktiven Lebensstil, die in Zusammenarbeit mit der italienischen Gesellschaft für Bergmedizin und Gesundheitsinitiativen wie „No T to lose“, koordiniert vom Medizin-Department der Universität Padua, erstellt wurden.

„MOVE Active Games“ ist für Android und iOS verfügbar und richtet sich an ein breites Publikum. Die Entwickler sehen die App als Teil des olympischen Vermächtnisses: Die Spiele sollen nicht nur Medaillen für Athleten hervorbringen, sondern auch eine bewegtere, gesündere Gesellschaft.

wib

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