Sonntag, 26. Oktober 2025

Hilft Beten wirklich für den Frieden? Ein Gespräch mit Georg Oberrauch

Nein, keinen Rosenkranz, wie von Papst Leo XIV. für den Monat Oktober gewünscht – aber der Unternehmer Georg Oberrauch hat vor Kurzem in Bozen ein Gebet um Frieden organisiert. Der Geistliche Assistent der Katholischen Männerbewegung sagt im Podcast, ob Beten tatsächlich Frieden stiften kann, welches Gebet er persönlich schätzt und wie ihm Beten hilft, harte Schicksalsschläge wie den Unfalltod seines Sohnes Heiner im Jänner 2024 und die schwere Krankheit seiner Frau zu tragen.

Ein „Macher“ als Unternehmer und in der Ortskirche, aber auch ein Mensch, der betet: Georg Oberrauch erzählt im Podcast auch von persönlichen Erfahrungen. - Video: stol

Georg Oberrauch ist ein erfolgreicher Unternehmer (u.a. Gründer der „Sportler“-Gruppe) und zugleich seit Jahrzehnten kirchlich engagiert, unter anderem in der Katholischen Jugend, beim Katholischen Forum, in der Vinzenzgemeinschaft, als langjähriger Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung (kmb) und als Leiter von Exerzitien für Männer auf Kloster Marienberg. Seit September ist er Geistlicher Assistent der kmb. Im Podcast erzählt Oberrauch sehr offen und ergreifend, wie er im Glauben Halt und Hoffnung findet.

Hier geht es zum Podcast:







DAS FRIEDENSGEBET

Menschen, die durch Egoismus, Neid, Machtstreben und Gewalt geprägt sind und deren Sichtweisen dadurch eingeschränkt werden, sind verantwortlich für Kriege. Menschen haben es selbst in der Hand, ob Frieden oder Krieg die Welt beherrscht.
Da Religionen in fast allen Kriegen offensichtlich oder versteckt Mitverantwortung tragen, gilt es, neue Wege des Dialogs zwischen den Religionen zu suchen. Wir dürfen gemeinsam noch viele Horizonte durchschreiten bis wir lernen den Horizont zu entdecken, an dem wir das Licht finden, wo Freundschaft an die Stelle von Hass und Frieden an Stelle von Krieg tritt.
Zu Neujahr 2024 versuchte ich dieses Friedensgebet zu schreiben. Nach kompetenten Zurechtrücken meines Freundes Mario Gretter ist dieses Gebet ein kleiner Beitrag zum Weiterdenken und Weiterentwickeln.

Mit herzlichen Grüßen Georg Oberrauch

Göttliche Quelle des Friedens,
inmitten unserer Verschiedenheiten vereint uns die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Frieden und Harmonie. Dadurch erkennen wir die tiefe Verbindung miteinander, die uns alle durchdringt.

Hilf uns, die universelle Einheit der Menschen und den Geist der Liebe zu erkennen, um Frieden zu schaffen, ausgehend vom Kleinen in unseren Familien und unserer Umwelt bis hin zum Großen in der gesamten Menschheitsfamilie. Schenke uns, aus den verschiedene religiösen Traditionen, inneren Frieden und spirituelles Wachstum, Segen und Weisheit, Gerechtigkeit, Liebe und Vergebung, Barmherzigkeit und Toleranz, Wunsch nach Einheit aller Menschheit und Sehnsucht nach universellen Frieden.

Möge die göttliche Liebe, die über allen Religionen steht, unsere Herzen vereinen. Sie inspiriere uns dazu, anstatt Mauern zu errichten, mit Kreativität und Mut Brücken der Verständigung zu bauen, um die Abgründe der Trennung zu überwinden und Botschafterinnen und Botschafter des Friedens zu werden.

Göttliche Quelle des Friedens, lass uns die Verschiedenheiten feiern, die unsere Welt so reich machen, und uns daran erinnern, dass wir alle Geschwister auf diesem gemeinsamen Weg sind. Wir kommen als Kinder der Vielfalt vor dich, in deinem heiligen Namen beten wir für Frieden auf Erden.

Öffne unsere Herzen für die Bereitschaft, im Dialog und im konkreten Tun gemeinsam zu lernen, Wege des Friedens für alle Menschen auf Erden zu gehen.

ler

Kommentare
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Karl Heinz Tavernini
November 4, 2025 9:04 AM
Ganz Ihrer Meinung, Herr Oberrauch, für uns Christen ist das ein Rückhalt, in der Hoffnung dass es auch für die in Not geratenen, Hilfe gibt