Sonntag, 14. Dezember 2025

Kirchenvolksbegehren: Eine verpasste Chance für Südtirols Kirche?

Weihe auch für Frauen, verheiratete Priester, positive Bewertung der Sexualität: Für diese und andere Forderungen zur Kirchenreform sammelte eine Initiativgruppe vor genau 30 Jahren in Südtirol mehr als 18.000 Unterschriften. Nachträglich gesehen Papier fürs Archiv? Denn was hat das Kirchenvolksbegehren gebracht? Stünde Südtirols Kirche heute besser da, wenn sie zumindest einige Punkte, die nicht in Rom entschieden werden, umgesetzt hätte? Robert Hochgruber, der Kopf des Kirchenvolksbegehrens, zieht Bilanz. Und wagt einen Ausblick.

Er riskierte dafür seinen Job als Religionslehrer: Robert Hochgruber war der Kopf des Kirchenvolksbegehrens. Hat er sich inzwischen enttäuscht aus der Kirche zurückgezogen? - Video: stol

Die Kirche feiert gerne Jubiläen. Dieses wohl nicht. Vor 30 Jahren, von November bis Ende Dezember 1995, lief auch in Südtirol das Kirchenvolksbegehren – obwohl sich der damalige Bischof Wilhelm Egger deutlich dagegen ausgesprochen hatte. Wochenlang wehte ein heftiger Wind durch die Ortskirche, mit Stellungnahmen, Vorwürfen, Anfeindungen. Die gesammelten Unterschriften sind im Archiv, die Initiativgruppe löste sich vor einigen Jahren auf. Trotzdem ist Robert Hochgruber überzeugt, „dass das Kirchenvolksbegehren weitergeht“.

ler

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