Mittwoch, 15. April 2026

Lehrer wollen noch mehr Geld – Boykotte aufrecht: „Ergebnisse nur ein erster Schritt“

Die Initiativgruppe „Bildung am Abgrund“ erkennt „in den aktuellen Ergebnissen der Gehaltsverhandlungen einen ersten Schritt in die richtige Richtung und dankt den Lehrpersonen im ganzen Land, die mit ihrer großen Geschlossenheit wesentlich dazu beigetragen haben, dass endlich konkrete Schritte gesetzt wurden“.

„Weder wurde ein konkurrenzfähiges Gehaltsniveau erreicht, noch konnten grundlegende strukturelle Probleme gelöst werden“, schreibt die Lehrer-Initiativgruppe „Bildung am Abgrund“ über das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Land. - Foto: © dpa-tmn / Zacharie Scheurer

„Für eine nachhaltige Verbesserung reicht das Ergebnis jedoch nicht aus. Weder wurde ein konkurrenzfähiges Gehaltsniveau erreicht, noch konnten grundlegende strukturelle Probleme gelöst werden“, schreibt die Initiativgruppe. „Damit bleibt auch die langfristige Sicherung der Bildungsqualität weiterhin offen. Besonders deutlich zeigen sich die Defizite bei den Lehrpersonen mit langjähriger Berufserfahrung: Trotz jahrelanger Gehaltsstagnation wurden sie bei der Mittelverteilung nur
unzureichend berücksichtigt - mit spürbaren Folgen bis hin zur Pension.“

„Abstand zum österreichischen Gehaltsniveau“

Außerdem bleibe der Abstand zum österreichischen Gehaltsniveau erheblich und wachse im Laufe der Berufsjahre auf bis zu 1.500 Euro netto monatlich an. Eine Abwanderung qualifizierter Lehrpersonen werde so weiterhin kaum zu verhindern sein. „Auch strukturell gibt es keinen entscheidenden Fortschritt: Die Angleichung an die Gehälter
der Landeslehrpersonen sowie die Gleichstellung der Schulstufen stehen weiterhin aus“, meint die Initiativgruppe.

Das angekündigte zweite Grundgehalt sei nicht umgesetzt worden, „die Nachteile des bestehenden Zulagensystems bleiben bestehen“. Die Initiativgruppe „wird die endgültigen Ergebnisse gemeinsam mit den Lehrerkollegien im Detail analysieren. Maßgeblich wird jedoch sein, welche weiteren Schritte die Landesregierung setzt“.

Boykott dauert an

Davon werde auch abhängen, „wie die nächsten Entscheidungen in den Schulen ausfallen und ob die laufenden Protestmaßnahmen der Lehrpersonen auch im nächsten Schuljahr fortgeführt werden“, schreibt die Initiativgruppe.

stol

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